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1:1 im Hinspiel : Alles offen zwischen Schalke und Gladbach

  • -Aktualisiert am

Wie das Laufduell zwischen Schalkes Kehrer und Gladbachs Hofmann, so das Spiel: Unentschieden. Bild: Reuters

Die beiden Bundesligaklubs trennen sich im deutschen Achtelfinal-Duell der Europa League 1:1 unentschieden. Dadurch hat Gladbach die bessere Ausgangsposition fürs Rückspiel.

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          Deutsche Gegner im Europapokal liegen Borussia Mönchengladbach seit (Spieler-)Generationen. Sechs von sieben Vergleichen dieser Art haben die Rheinländer in ihrer langen Europacup-Geschichte schon für sich entschieden. Auch im aktuellen innerdeutschen Duell mit dem FC Schalke haben sie nach dem Hinspiel gute Chancen. Mit dem 1:1 in Gelsenkirchen verschafften sich die Rheinländer eine solide Basis für das Rückspiel in Achtelfinale der Europa League im eigenen Stadion.

          Gegen die Gelsenkirchener, die seit sechs Pflichtspielen ohne Sieg sind, hatte Jonas Hofmann Gladbach in Führung gebracht. Die Borussen versäumten es, ihre spielerischen Vorteile auszunutzen und hätten nach Guido Burgstallers Ausgleichstor (25.) sogar verlieren können. Schalke wusste im zweiten Durchgang einige gute Chancen nicht zu verwerten.

          „Natürlich hätten wir gerne gewonnen, wir waren dem Sieg auch näher“, sagte Schalkes Coach Markus Weinzierl. „Wir haben eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt, aber es hat nur für ein Unentschieden gereicht.“ Burgstaller sagte: „Wir haben alles gegeben und eine sehr gute Leistung gebracht, nur das Quäntchen Glück hat uns gefehlt.“ Um das Viertelfinale zu erreichen, müsse man im Rückspiel einfach „genauso spielen wie heute“.

          Die Gladbacher konnten mit dem Unentschieden schon besser leben - trotz einer durchschnittlichen Vorstellung. „Die Chancen sind weiterhin 50:50. Aber wir haben jetzt den Heimvorteil, vielleicht ist das der eine Prozentpunkt, der für uns spricht“, mutmaßte Gladbach-Coach Dieter Hecking. Torschütze Hofmann kritisierte: „Wir haben viele Unkonzentriertheiten gehabt, viele Stockfehler, viele Fehlpässe. Das war der Schlüssel für Schalke.“

          Riesenfreude bei Guido Burgstaller: dabei war ihm nur das Ausgleichstor gelungen Bilderstrecke
          Riesenfreude bei Guido Burgstaller: dabei war ihm nur das Ausgleichstor gelungen :

          Vor dem Anpfiff hatte Leon Goretzka hatte befürchtet, dass auf den Rängen „der eine oder andere ungeduldig“ werden könnte, „wenn es lange 0:0 steht“. Die Sorge des Schalker Mittelfeldstrategen erwies sich als unbegründet. Nach einer Viertelstunde war das erste Tor gefallen – für Borussia. Lars Stindl fand in der neuformierten Abwehrkette eine Lücke und versetzte Hofmann mit einem präzisen Steilpass in die Lage, Gladbach in Führung zu schießen. Kein guter Start für die Viererformation, die Weinzierl wieder eingeführt hatte. Nach dem schwachen Saisonstart seiner Mannschaft hatte er angenommen, die Abwehrschwächen seien am ehesten mit einer Dreierkette zu beheben.

          Die Schalker, bis dahin ohne große Impulse, ließen sich durch den Rückstand nicht entmutigen und kamen allmählich besser ins Spiel. Während Gladbach nicht mit dem nötigen Nachdruck einen weiteren Treffer anstrebte, kam die Heimelf wie aus dem Nichts zum Ausgleich. Dabei hatten die Gelsenkirchener Glück, dass der niederländische Schiedsrichter Björn Kuipers Goretzkas Härte im Zweikampf mit Raffael großzügig als noch regelkonform auslegte. Die Gladbacher lagen mit ihren Reklamationen in diesem Fall wohl nicht falsch. Sekunden später landete der Ball über Stambouli und Goretzka bei Burgstaller, der nicht lange fackelte, sondern diese erste Schalker Chance zu einem Flachschuss nutze.

          Mitte der ersten Hälfte schmeichelte das Unentschieden der Heimelf. Im Laufe der Zeit rechtfertigten die Gelsenkirchener die ausgeglichenen Verhältnisse. Sie investierten ein wenig mehr in einer ansehnlichen Partie, die allerdings lange arm an gefährlichen Strafraumszenen war. Auch im zweiten Durchgang zeigten beide Parteien viel Einsatz, waren dabei aber nicht sonderlich produktiv.

          Obwohl Gladbach spielerisch reifer wirkte, erhöhte Schalke nach und nach den Druck und bekam auch die Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden. Benedikt Höwedes verfehlte mit einem Kopfball knapp das Ziel, der eingewechselte Angreifer Choupo-Moting scheiterte zunächst am gut parierenden Torhüter Sommer und traf später mit einem abgefälschten Schuss die Latte. Die Gladbacher begnügten sich damit, das Unentschieden zu sichern und gehen nun mit guten Chancen in das Rückspiel am kommenden Donnerstag.

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