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1:1 bei Manchester City : Dortmunder Gala nicht belohnt

  • -Aktualisiert am
Die umstrittene Szene in letzte Minute: Der Ball spingt an die Hand von Neven Subotic
          3 Min.

          Der Sieg schien so nahe, und dann wurde aus dem 1:0-Vorsprung gegen Manchester City durch ein Tor von Marco Reus (61.Minute) doch noch ein 1:1, weil der eingewechselte italienische Deutschlandschreck Mario Balotelli den englischen Meister in vorletzter Minute doch noch rettete. Er verwandelte einen von Subotic angeblich verursachten Handelfmeter.

          Dennoch: Die Dortmunder, mit vier Punkten Zweiter in der Champions-League-Gruppe D, haben sich am Mittwochabend prächtig im Etihad-Stadion geschlagen und können sich nun auf das Duell mit Real Madrid am 24. Oktober freuen. Was der BVB über weite Strecken bot, war herausragend und trug entscheidend zu einem fabelhaften Spiel bei.

          Trainer Jürgen Klopp wies seinem Kapitän Sebastian Kehl diesmal einen Platz mit bester Aussicht zu: auf der Bank. Stattdessen sollte der lange nicht mehr in der ersten Elf erprobte Dauerläufer Sven Bender im defensiven Mittelfeld dem erwarteten Drang der Engländer im Wege stehen. Die zweite Veränderung gegenüber dem 5:0 in der Bundesliga über Mönchengladbach war keine Überraschung. Robert Lewandowski kehrte anstelle von Julian Schieber auf seinen Stammplatz im Angriff zurück.

          Klopps Kollege Roberto Mancini erinnerte sich vor diesem Champions-League-Gipfel zwischen dem englischen und dem deutschen Meister daran, dass Edin Dzeko, meist nur Stürmer Nummer vier in seinem De-luxe-Ensemble, ein Volltreffer der Bundesliga war. Der ehemalige Wolfsburger rückte in die erste Elf, an die Seite von Agüero. „Das ist eine starke Mannschaft, gespickt mit Weltstars“, sagte Klopp, „aber wir wissen, wie wir gegen Manchester spielen müssen.“

          Das 0:1 - Marco Reus entwischt der englischen Abwehr und trifft Bilderstrecke
          Das 0:1 - Marco Reus entwischt der englischen Abwehr und trifft :

          Die Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Etihad-Stadion - die Reputation der Dortmunder auf der Insel ist noch ausbaufähig - sahen eine ausgesprochen attraktive deutsch-englische Begegnung. Manchester City setzte schon nach 25 Sekunden die Zeichen auf Attacke, als der wie schon gegen Ajax Amsterdam überragende Weidenfeller den Schuss von Nasri im Flug parierte. Unter den Augen von Shinji Kagawa, dem früheren BVB-Star, der heute bei Manchester United brilliert, brauchten die Westfalen etwas, um ins Rollen zu kommen.

          Als zuerst Agüero an Weidenfeller gescheitert war und dann Zabaleta den Ball in die Regenwolken schoss, begann die Mario-Götze-Show. Sie blieb bis zum Seitenwechsel aber unbelohnt, da der Dortmunder Ballkünstler einmal am Außenpfosten (12.) und ein anderes Mal an der Latte (39.) scheiterte. Jedes Mal hatte der wie Weidenfeller exzellente englische Nationalkeeper Hart seine Hände im Spiel.

          Das Publikum bekommt ein tolles Spiel zu sehen

          Auf der anderen Seite stand Weidenfeller Agüeros Torschussversuchen noch zweimal erstklassig im Wege (27./35.). Schließlich rundete Hart die spezielle Flugshow der ersten Hälfte beim letzten BVB-Konter ab, als er gegen Gündogan rettete.

          Das Publikum bekam ein tolles Spiel zu sehen, das zu aller Erstaunen bei Halbzeit 0:0 stand. Außer Weidenfeller glänzten beim BVB vor allem Hummels, Bender und Götze in einem Duell, das den internationalen Reifeprozess des deutschen Meisters eindrucksvoll dokumentierte. Nur Reus war seltsam blass geblieben.

          Reus nutzt einen kapitalen Fehler von Rodwell

          Allerdings nur bis zur 61. Minute, als der Dortmund-Heimkehrer einen kapitalen Fehler des englischen Mittelfeldspielers Rodwell ausnutzte, den Ball erlief, allein auf Hart zustürmte und den Nerv besaß, den bis dahin unschlagbar anmutenden Torwart mit einem plazierten Schuss ins linke Eck zu bezwingen.

          Gut, dass ihn Klopp trotz aller Schwächemomente weiterspielen ließ, weil auch der Trainer wohl auf den einen großen Moment seines Jungstars spekuliert hatte. Vier Minuten später bot sich dem blonden Sprinter die nächste große Gelegenheit, doch diesmal lernte auch er die Extraqualität des seit Jahren besten englischen Schlussmanns kennen.

          Manchester nutzt die letzte Chance zum 1:1

          Wie auch Gündogan (67.), der es als nächster mit Hart zu tun bekam. Nun dominierte der BVB gegen die seit 17 Europapokalspielen daheim unbesiegten Lightblues. Lewandowski hätte das 2:0 machen müssen, als er die ideale Flanke Gündogans mit dem rechten Außenrist am Tor vorbeischoss (76.), statt den Ball vielleicht adäquater mit der linken Innenseite einzuschieben.

          So aber nutzte Manchester City seine letzte Chance zum Ausgleich, weil Subotic den Schuss von Agüero aus kurzer Entfernung an die Hand bekam und der tschechische Schiedsrichter Kralovec zum Entsetzen der Borussen auf Strafstoß entschied. Ihn nutzte der eingewechselte Balotelli (89.) und rettete seiner Mannschaft damit doch noch das Remis.

          Manchester City - Borussia Dortmund 1:1 (0:0)

          Manchester City: Hart - Zabaleta, Kompany, Nastasic, Clichy (81. Balotelli) - Javi García (34. Rodwell), Touré - David Silva, Nasri (57. Kolarov) - Dzeko, Agüero
          Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels (74. Felipe Santana), Schmelzer - Gündogan (82. Großkreutz), Bender - Blaszczykowski, Götze (88. Kehl), Reus - Lewandowski
          Schiedsrichter: Kralovec (Tschechien)
          Zuschauer: 43.657
          Tore: 0:1 Reus (61.), 1:1 Balotelli (89./Handelfmeter)
          Gelbe Karten: Kompany, Touré / Blaszczykowski, Reus

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