https://www.faz.net/-gtl-782ho

1:0 gegen Manchester United : Ba schießt Chelsea ins FA-Cup-Halbfinale

  • Aktualisiert am

Exzellente Haltungsnoten: Demba Ba trifft den Ball perfekt und schießt das 1:0 Bild: AP

Mit einem artistischen Tor verhilft Demba Ba dem FC Chelsea ins Halbfinale des FA-Cups. Der frühere Hoffenheimer trifft Manchester United mit seinem 1:0 im Wiederholungsspiel entscheidend.

          2 Min.

          Der entthronte Champions-League-Sieger FC Chelsea kann seine verkorkste Saison weiterhin mit Pokalmeriten retten und verdankt dies dem ehemaligen Bundesliga-Profi Demba Ba. Der frühere Hoffenheimer erzielte am Montag im Viertelfinal-Wiederholungsspiel des englischen FA-Cups gegen Manchester United in der 49. Minute den Treffer zum 1:0 (0:0).

          In der ersten Partie hatte Chelsea im März in Manchester nach Rückstand noch ein 2:2 geschafft. Chelsea trifft im Halbfinale am 14. April im Wembleystadion auf Manchester City. Das zweite Semifinale des legendären Fußball-Cups bestreiten einen Tag zuvor die Außenseiter FC Millwall und Wigan Athletic. „Es war ein großartiger Sieg“, sagte Chelsea-Torwart Petr Cech und fügte an: „Wir lieben Wembley.“

          Für den FC Chelsea, bei dem der deutsche Marko Marin nach seinem Liga-Einsatz 48 Stunden zuvor wieder einmal nicht im Kader stand, folgt am Donnerstag das Viertelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Rubin Kasan - der zweiten Cup-Chance der Blues. Der designierte Meister Manchester United muss sich auf den Endspurt in der Premier League konzentrieren. Eventuell fehlen wird dabei Stürmer Wayne Rooney, der in London wegen einer Leistenblessur passen musste.

          Chelsea zeigte zwei Tage nach dem 1:2 gegen den FC Southampton eine deutlich bessere Leistung. Demba Ba (31. Minute) und Eden Hazard (39.) hatten in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten. Bei seinem Tor verlängerte der Senegalese einen tollen Pass von Juan Mata mit einer artistischen Einlage. Chelsea-Torwart Petr Cech reagierte bei einer Kopfball-Chance von Javier Hernandez (60.) hervorragend.

          Suchbild am Ostermontag: Wo ist der Ball?

          Chelsea-Trainer Rafael Benitez gelang damit in der Woche der Wahrheit der erhoffte erste Erfolg. Gegen Southampton war die Rechnung am Wochenende nicht aufgegangen. Da hatte eine B-Elf mit Marin eine weitere Liga-Schlappe kassiert. Nicht nur nach Ansicht der „Sun on Sunday“ verzockte Benitez gegen Southampton wichtige Punkte. „Beni der Stümper“, schimpfte das Boulevardblatt.

          Die Blues liegen als Tabellenvierter nach dem 31. Spieltag nur noch zwei Punkte vor dem FC Arsenal, der mit Kurzzeitarbeiter Lukas Podolski seine Aufholjagd mit einem 4:1-Heimsieg über den FC Reading fortsetze. Die „Sunday Times“ unkte, dass ein Verpassen der Champions League einen Strich durch die mögliche Mourinho-Rückkehr im Sommer machen könnte.

          Durch den Treffer des früheren Hoffenheimers steht Chelsea im FA-Cup-Halbfinale

          Das Gerücht eines Vorvertrages von José Mourinho mit Klub-Besitzer Roman Abramowitsch war in der Vorwoche durch Englands Gazetten gegeistert. Portugals bei Real Madrid tätiger Star-Trainer hatte die Spekulationen mit einer Charme-Offensive Richtung Premier League befeuert: „Eines Tages muss ich zurück im englischen Fußball sein.“ Chelsea sei „natürlich in meinem Herzen“. Und: „Ich liebe London.“

          Unter Benitez ist der Champions-League-Sieger des Vorjahres eine Wundertüte: Die Vorstellung bei den Saints war sinnbildlich für die Unberechenbarkeit dieses Chelsea-Teams. Der „Observer“ sprach von einer „konfusen Chaos-Saison“ und fand Benitez „aberwitzig optimistisch“. Der 52-Jährige zeigte sich stammelnd „immer noch zuversichtlich, dass wir die Top-Vier erreichen und ein oder zwei Trophäen gewinnen“. Nach dem Sieg gegen Manchester ist dies weiter möglich.

          Weitere Themen

          Rhein-Derby vor leeren Rängen Video-Seite öffnen

          Düsseldorf gegen Köln : Rhein-Derby vor leeren Rängen

          Am Wochenende trifft Fortuna Düsseldorf auf den 1. FC Köln. Doch auch das Rhein-Derby muss in dieser Saison ohne die Fans stattfinden. Doch auch als Geisterspiel sei das Aufeinandertreffen der beiden Vereine etwas Besonderes, wie beide Trainer beteuerten.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.