https://www.faz.net/-gtl-113h5

0:2 gegen Manchester City : Kampfschwachen Schalkern droht Uefa-Pokal-Aus

  • -Aktualisiert am

Benjani Mwaruwari freut sich über seinen Treffer zum 1:0 für Manchester. Die Vorlage gab - unfreiwillig - der Schalker Christian Pander (im Hintergrund) Bild: AP

Die Talfahrt von Schalke 04 geht weiter: Nach der ernüchternden 0:2-Heimpleite gegen Manchester City droht den „Knappen“ das Ausscheiden in der Gruppenphase des Uefa-Pokals.

          2 Min.

          Nur vor dem Anpfiff hatten die Fußballprofis des FC Schalke 04 selbstbewusst gewirkt. „Wir haben schon in der Champions League gezeigt, dass wir mit den Großen mithalten können“, sagte Mittelfeldspieler Jermaine Jones. Doch das war in der vergangenen Saison.

          Inzwischen reicht es nicht mehr, um im Uefa-Pokal ein Heimspiel gegen den Tabellenelften der englischen Premier League zu gewinnen. (siehe: Manchester City: Die Weltauswahl kommt erst nächstes Jahr) Nach Toren von Benjani Mwaruwari (32. Minute) und Stephen Ireland (66.) unterlagen die Westfalen Manchester City vor 54.000 Zuschauern 0:2. Mit dem Auswärtssieg verdrängten die Engländer Schalke von der Tabellenspitze der Gruppe A. Der Bundesligaklub kann in seinem letzten Gruppenspiel am kommenden Mittwoch bei Twente Enschede noch die Runde der letzten 32 Mannschaften erreichen.

          Fans fordern Müller-Ablösung

          Dazu aber müssen die Westdeutschen mehr Engagement zeigen: „Nach dem 0:1 waren wir nicht in der Lage, das Spiel zu drehen“, sagte Trainer Fred Rutten, „es fehlte der Glaube. Die Fans hatten Recht.“ Die Schalker Anhänger in der Nordkurve sangen am Ende sarkastisch: „Der S04 ist wieder da.“ Viele forderten wütend die Ablösung des Vereinsmanagers Andreas Müller.

          Alles Schreien hilft nichts: Fred Ruttens Schalker verlieren

          Rutten hatte vor den Engländern gewarnt. „Es wird ein ganz gefährliches Spiel für uns.“ Er sollte recht behalten. Schalke hatte zwar anfangs mehr Spielanteile, kickte aber - wie so oft - nicht kreativ genug, um den Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Auf dem Weg nach vorn mussten die Königsblauen an der Strafraumgrenze zumeist Halt machen - wenn sie überhaupt so weit kamen. Eine Ausnahme machte Mittelfeldspieler Jermaine Jones, der den passablen Start der Heimelf mit dem Führungstreffer hätte veredeln können, mit seinem Schrägschuss aber an Torhüter Joe Har scheiterte.

          Schalke wurde auch nach der Pause nicht besser

          Die „Citizens“ schauten sich die Schalker Angriffsversuche eine Weile an und hielten sich mit Vorstößen zunächst zurück. Nach einer halben Stunde hielten sie die Zeit dann für gekommen, sich auch der Offensive zu widmen. Der erste Angriff, den sie zu Ende brachten, führte prompt zum Erfolg. Weil Verteidiger Christian Pander nach einem Pass von Sturridge nicht beherzt genug eingriff, kam Benjani frei zum Schuss - und traf.

          Mit der Führung im Rücken hatte Manchester wenig Mühe, unbeschadet in die Pause zu gehen, auch ohne die Künste ihres vierzig Millionen teuren Stürmerstars Robinho, der wegen einer Knöchelverletzung nicht arbeitsfähig war. Die Schalker Fans indes pfiffen auf die Leistung ihrer Elf. Nach einer Stunde wurde das Spiel der Westfalen nicht besser, die Stimmung in der Arena aber deutlich schlechter.

          Rutten verteidigt Müller

          Von den Rängen ertönte gut vernehmlich die Forderung „Müller raus!“ Der Manager steht wegen seiner wenig gelungenen Transferpolitik in der Kritik. Rutten aber wehrte diese Attacke ab: „Daran liegt es nicht“, sagte er nach dem Spiel. Da hatten die Schalker Fans in der Nordkurve mit beißendem Spott gerade ihrem Unmut Luft gemacht: „Oh, wie ist das schön.“

          In diesem Reizklima war es der Schalker Mannschaft noch schwerer als zuvor gefallen, ein geordnetes oder gar gewitztes Angriffsspiel aufzuziehen. Ob die Konfusion sich vom Rasen auf die Ränge übertrug oder umgekehrt - die Citizens nutzten die Schwäche des Gegners konsequent, und Ireland schuf mit dem zweiten Treffer auch dem Ergebnis nach klare Verhältnisse.

          Rutten versuchte seinem Kollektiv mit einem offensiven Personalwechsel auf die Sprünge zu helfen: Er wechselte den Stürmer Gerald Asamoah für Regisseur Ivan Rakitic ein. Asamoah hatte zwar eine Kopfballchance, vermochte den angestrebten Umschwung aber auch nicht herbeizuführen.

          Weitere Themen

          Wellenreiten für zwischendurch Video-Seite öffnen

          Lagerhalle in Berlin : Wellenreiten für zwischendurch

          Wellenhöhe wie auch Wasser-Fließgeschwindigkeit lassen sich individuell an die Bedürfnisse des Wellenreiters anpassen. Für Anfänger steht zusätzlich eine Haltestange bereit, bis zu sechs Neulinge können gleichzeitig üben.

          Topmeldungen

          Baden-Württembergs Maschinenbauer erhalten immer weniger Aufträge.

          F.A.Z. exklusiv : Ein Hilferuf aus Baden-Württemberg

          Das Land der Autos und des Maschinenbaus steckt in der Krise. In seltener Einmütigkeit fordern Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften Hilfe vom Bund – in einem deutlichen Brief an Hubertus Heil.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.