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WM-Vorschau: Elfenbeinküste : Vorsicht vor dem „Hund“

Immer noch ziemlich bissig: Didier Drogba Bild: dpa

Die WM soll das letzte Hurra von Didier Drogba werden, der viel mehr ist als ein Fußballspieler. Nach ihm sind ein Tanz und ein Bier benannt. Und einst hielt er dem Volk eine Kabinenpredigt. Alles zur Elfenbeinküste in der WM-Vorschau.

          FAZ.NET zählt den Countdown zur Fußball-WM in Brasilien. An jedem Tag bis zum Eröffnungsspiel stellen wir einen Teilnehmer vor, damit Sie gut vorbereitet ins Turnier gehen. Heute: Elfenbeinküste.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

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          1 – Immer wieder eine „Todesgruppe“

          Das Aufatmen in der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste nach der Auslosung der WM-Gruppen war groß. Bei den vorherigen beiden Teilnahmen waren die Afrikaner in eine „Todesgruppe“ geraten und als Dritter nach der Vorrunde ausgeschieden. 2006 beim Turnier in Deutschland hießen die Gegner Argentinien, Niederlande und Serbien, vier Jahre später in Südafrika warteten Brasilien, Portugal und Nordkorea. Den vermeintlich schwächsten Kontrahenten besiegte die Elfenbeinküste, das reichte aber nie zum Einzug ins Achtelfinale.

          2 – „Deutscher“ verhilft zum Titel

          Bei der dritten Endrunde in Folge in Brasilien haben es die Afrikaner besser erwischt. Die Gruppe mit Kolumbien, Griechenland und Japan ist äußerst ausgeglichen besetzt. Und obwohl die Elfenbeinküste zuletzt gerne als Geheimfavorit angesehen wurde, sind die Erfolge des Verbandes, der erst 1960 sein erstes Länderspiel bestritt, überschaubar. 1992 gewann man den Afrika-Cup nach drei dritten Plätzen 1965, 1968 und 1984. Das Finale gegen Ghana endete mit einem 11:10-Sieg im Elfmeterschießen. Damals verschoss der in Deutschland geborene Anthony Baffoe den entscheidenden Versuch.

          3 – Ein Länderspiel in Moll

          Die deutsche Nationalmannschaft bestritt erst eine Partie gegen die Elfenbeinküste – es war eine der schwersten ihrer Geschichte. Dies lag allerdings nicht in der Stärker der „Elefanten“, sondern am Zeitpunkt. Neun Tage nach dem Suizid von Robert Enke trennte man sich in Gelsenkirchen vor nur 33.000 Zuschauern mit 2:2. In einem Länderspiel in Moll wollte die DFB-Elf in 90 Minuten Fußball nach den Tagen der Trauerarbeit ein wenig Normalität am 19. November 2009 zurückgewinnen. Beide Tore erzielte Lukas Podolski.

          Yaya Toure wurde gerade erst englischer Meister mit Manchester City

          4 – Reiseweltmeister Elfenbeinküste

          Auf den Titel des Reiseweltmeisters ist die Elfenbeinküste bei der WM der weiten Wege in Brasilien ein heißer Anwärter. Der Verband wählte das Oscar Inn Eco Resort in Aguas de Lindoia aus. Bis zum nächsten Flughafen in Sao Paulo sind es 200 Kilometer, weite Busfahrten vor und nach den Spielen sind garantiert. Und dann geht es noch nach Fortaleza und Recife zu den weitentferntesten Spielorten. Immerhin haben die Afrikaner, bei denen Arthur Boka (Stuttgart), Constant Djakpa (Frankfurt), Mathis Bolly (Düsseldorf) und Didier Ya Konan (Hannover) auf einen Platz im Kader hoffen, ihre Ruhe im Quartier. Der Ort hat nur knapp 20.000 Einwohner.

          5 – Yaya Toure hängt den Bruder ab

          Wichtigster Spieler der Elfenbeinküste ist Yaya Toure. Der 31-Jährige ist Afrikas Fußballer der Jahre 2011, 2012 und 2013 und wurde vor zwei Wochen mit Manchester City Meister. Toure, dessen Bruder Kolo für Liverpool verteidigt und im Titelrennen in England den Kürzeren zog, spielte in Europa schon in sechs Ländern. Bei jedem Wechsel lernte er eine neue Liga kennen. Seine Stationen seit 2001: KSV Beveren (Belgien), Metalurg Donezk (Ukraine), Olympiakos Piräus (Griechenland), AS Monaco (Frankreich), FC Barcelona (Spanien) und Manchester City (England).

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