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WM-Vorschau Belgien : Das „Kampfschwein“ geht voran

Ein Mann geht voran: Trainer Marc Wilmots Bild: REUTERS

Hagelkörner und Ärger mit der Fifa - die WM-Vorbereitung Belgiens verlief kurios. Dennoch gilt das Team von Marc Wilmots als „Geheimfavorit“. Aber Deutschland sollte keine Angst haben.

          4 Min.

          FAZ.NET zählt den Countdown zur Fußball-WM in Brasilien. An jedem Tag bis zum Eröffnungsspiel stellen wir einen Teilnehmer vor, damit Sie gut vorbereitet ins Turnier gehen. Heute: Belgien.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Alle Termine im Überblick:
          Der Spielplan der Fußball-WM 2014 in Brasilien

          1 – Geht Belgien aus dem Weg!

          Alle europäischen Mannschaften sollten hoffen, dass sie bei der WM nicht auf Belgien treffen. Bisher konnte kein Gegner der „Roten Teufel“ aus Europa danach Weltmeister werden – selbst wenn er die Partie gewann. Die einzigen beiden Mannschaften, die das schafften, kommen aus Südamerika. Argentinien schaltete die Belgier 1986 im Halbfinale mit 2:0 aus und holte anschließend im Endspiel gegen Deutschland den Titel (3:2). 2002 traf der spätere Weltmeister Brasilien – ebenfalls im Finale gegen die DFB-Elf (2:0) – schon im Achtelfinale auf Belgien und setzte sich auch mit 2:0 durch.

          Letztes Hurra des Routiniers: Daniel van Buyten (Zweiter von links)
          Letztes Hurra des Routiniers: Daniel van Buyten (Zweiter von links) : Bild: dpa

          2 – „Lupenreiner“ Hattrick von Conen

          Deutschland traf bei einer WM-Endrunde zweimal Belgien. 1934 bei der ersten Teilnahme setzte sich das Team von Otto Nerz in der Vorrunde mit 5:2 durch. Dabei erzielte Stürmer Edmund Conen einen „lupenreinen“ Hattrick mit drei Toren in einer Halbzeit. Das gelang später nur noch Gerd Müller beim 3:1 gegen Peru bei der WM 1970. 1934 nach dem Duell mit Belgien sprang für die deutsche Elf der dritte Platz beim Turnier in Italien heraus. 60 Jahre später besiegte die DFB-Elf den Nachbarn im Achtelfinale mit 3:2, schied aber eine Runde später gegen Bulgarien aus.

          3 – Die letzte Niederlage? 1954!

          Die deutsche Bilanz gegen Belgien ist sowieso fast makellos. In 25 Vergleichen gab es 20 Siege bei einem Remis und nur vier Niederlagen. Diese liegen lange zurück: Letztmals verlor eine DFB-Auswahl gegen Belgien 1954 in einem Freundschaftsspiel kurz nach dem Gewinn des WM-Titels von Bern. Danach gewann Deutschland, abgesehen vom 0:0 in einem Test in München im September 1982, alle Partien, darunter das EM-Halbfinale 1972 (2:1), das EM-Endspiel acht Jahre später (2:1) und beide Vergleiche in der Qualifikation zur EM 2012 (1:0 in Brüssel und 3:1 in Düsseldorf).

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          Wolfsburger Wirbelwind: Kevin de Bruyne soll für Offensivpower sorgen : Bild: dpa

          4 – Bekannte aus der Bundesliga

          Auch bei der WM könnten Deutschland und Belgien früh aufeinandertreffen. Wird ein Team in der Vorrunde Erster und das andere Zweiter, steht im Achtelfinale das Duell der Nachbarn auf dem Spielplan. Dann gäbe es ein Wiedersehen mit Bekannten aus der Bundesliga. Daniel van Buyten spielte in Hamburg und zuletzt bei Bayern, Kevin de Bruyne kam aus Bremen über Chelsea nach Wolfsburg. Vincent Kompany spielte beim HSV, ist nun Manchester-City-Kapitän. Ersatztorwart Koen Casteels aus Hoffenheim indes musste seine Teilnahme nach einem Schienbeinbruch absagen.

          5 – Brille für die Akklimatisierung

          Damit sich die „Roten Teufel“ in Brasilien schneller akklimatisieren, gab es vom Teamarzt Brillen mit einer LED-Lampe im Gestell. Sie beleuchtet die Unterseite der Netzhaut. Durch dieses Licht soll die Bildung des Schlafhormons Melatonin unterbunden werden. Die Eingewöhnung an die fremde Umgebung mit vielen Stunden Zeitunterschied soll so leichter werden. Laut Arzt Kris van Crombrugge muss die Brille nach der Landung nur zwanzig Minuten getragen werden, um die Auswirkungen des Jetlags zu reduzieren. Auch das Verletzungsrisiko soll gemindert werden.

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