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Böse Grüße von Gareth Bale : „Es ist widerlich. Sie sollten sich ihrer selbst schämen“

  • Aktualisiert am

Gareth Bale ist befreit nach seinem starken Auftritt. Bild: Action Images via Reuters

In Madrid ist Gareth Bale Teilzeitprofi und wird gar als „Parasit“ beschimpft. Nach zwei Toren im Play-off-Spiel vor der WM gegen Österreich wird der walisische Kapitän deutlich.

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          Nach dem Jubel über seine beiden Tore auf dem Weg zur ersehnten WM-Teilnahme rechnete Gareth Bale schonungslos mit seinen Kritikern ab. Weil er für Real Madrid bei stattlichem Gehalt höchstens noch als Teilzeitarbeiter fungiert, hatte ihn die „Marca“ vor dem 2:1 gegen Österreich im Playoff zur Fußball-WM in Qatar als „walisischen Parasiten“ beschrieben. „Es ist widerlich. Sie sollten sich ihrer selbst schämen“, sagte der 32-Jährige ruhig, aber bestimmt. „Ich bin nicht aufgeregt, Ende.“

          Sein traumhaftes Freistoßtor in den Winkel (25. Minute) zur Führung feierte Bale ausgelassen auf dem Bauch rutschend. Nach dem Drehschuss zum 2:0 (51.) klopfte er sich demonstrativ auf das Wappen mit dem roten Drachen auf seiner Brust. Ob er mit dem Jubel eine Botschaft senden wollte? „Nein, ich brauche keine Botschaft zu senden“, antwortete er mit einem Lächeln.

          Für die Königlichen von Real absolvierte der Starstürmer in dieser Saison nur fünf Pflichtspiele. Sein Land führt Bale jedoch stets verlässlich als Kapitän an. 2016 gelang mit dem Halbfinaleinzug bei der EM-Endrundenpremiere der bislang größte Erfolg, nun soll die zweite WM-Teilnahme nach 1958 folgen. Für Wales habe er „alles“ gegeben, sagte Bale bei Sky, aber es sei erst die „halbe Arbeit“ getan. Der Gegner im Playoff-Finale wird erst im Juni in der Begegnung zwischen der Ukraine und Schottland ermittelt.

          Während Bale weiter auf die WM-Teilnahme hoffen kann, könnte für Franco Foda sein anstehendes 48. Länderspiel als Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft sein letztes sein. Nach dem Verpassen der WM-Qualifikation ist der 55 Jahre alte Deutsche zumindest am kommenden Dienstag im Testspiel gegen Schottland noch eingeplant.

          Asse wie Xaver Schlager (VfL Wolfsburg), Christoph Baumgartner (TSG 1899 Hoffenheim), Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt), Konrad Laimer (RB Leipzig) und der eingewechselte Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart) sowie David Alaba (Real Madrid) konnten ihrer Mannschaft nicht entscheidend helfen. Bayern-Spieler Marcel Sabitzer traf nur zum 1:2-Endstand (64. Minute).

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