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Appell an Moderatorin : Bitte nicht zu sexy bei der WM-Auslosung!

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Ist das ihr Outfit für Freitag? So präsentiert sich Maria Komandnaja bei Instagram. Bild: Screenshot Instagram / Maria Komandnaja

Die Sportjournalistin Maria Komandnaja wird die WM-Auslosung im Kreml moderieren. Nun bekommt sie plötzlich ganz viele Nachrichten aus Iran – wo die Fans in großer Sorge sind.

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          Iranische Fußballfans sorgen sich um die Live-Übertragung der WM-Auslosung im iranischen Staatssender IRIB. Grund dafür ist die Garderobe der russischen Sportjournalistin Maria Komandnaja. Sie wird die Zeremonie gemeinsam mit dem früheren englischen Fußballer Gary Lineker moderieren. Wegen der strengen islamischen Vorschriften wird das Programm bei IRIB jedoch sofort unterbrochen, sobald Bilder von leicht bekleideten Frauen gezeigt werden.

          Aus Sorge, die Auslosung nicht komplett sehen zu können, haben viele iranische Fans die Moderatorin in den sozialen Medien gebeten, sich nicht zu sexy anzuziehen. „Bitte hilf uns mit der Wahl deiner Garderobe, damit auch wir die ganze Zeremonie sehen können“, schrieb ein persischer Fan auf der Instagram-Seite der Russin. Tausende solcher Appelle soll es laut iranischen Medienberichten vom Dienstag gegeben haben. Laut dem Portal Mokhbernews soll Komandnaja den Fans geantwortet haben, dass sie von den Restriktionen im Iran nicht gewusst habe. Sie kündigte eine „dezente Garderobe“ an – diese bestimmt allerdings der Weltverband Fifa und nicht die Moderatorin. 2006 gab es das Problem mit Heidi Klum, vor vier Jahren in Rio musste die Sendung wegen der Samba-Tänzerinnen sogar minutenlang unterbrochen werden.

          Spielplan der Fußball-WM 2018 in Russland

          Dennoch werden Millionen von Iranern die Auslosung am Freitag in Moskau verfolgen. Sie hoffen auf Argentinien, Brasilien oder Deutschland als Gruppengegner der iranischen Nationalmannschaft. Auf Weltmeister Deutschland traf das iranische Team schon einmal bei der WM 1998 in Frankreich und verlor damals in Montpellier mit 0:2.

          Das deutsche Team ist bei der Auslosung am Freitag (16.00 Uhr MEZ live im ZDF und bei FAZ.NET) in Moskau als Spitzenreiter der Fifa-Weltrangliste im Topf der besten Teams gesetzt. Ausgeschlossen sind damit Vorrunden-Duelle mit den Teams aus Brasilien, Portugal, Argentinien, Belgien, Polen und Frankreich sowie Gastgeber Russland. Möglich ist hingegen ein frühes Aufeinandertreffen mit Spanien oder England, die beide mit sechs weiteren Teams in Topf 2 eingeordnet wurden. Die WM-Regeln besagen, dass in jede der acht Gruppen mindestens eine und höchstens zwei Teams aus Europa gelost werden können. Gruppenspiele von zwei Teams aus einer der anderen fünf Konföderationen – wie zum Beispiel Brasilien (Topf 1) und Uruguay (Topf 2) – sind ausgeschlossen.

          Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland in der Gruppenphase auf Uruguay, Kolumbien oder Peru trifft, da diese Teams aus Topf 2 nicht in die Gruppe von Brasilien oder Argentinien gelost werden können. Eine mögliche schwere Konstellation wäre für die DFB-Elf Spanien, Senegal und Japan, eine denkbar leichte hingegen Peru, Iran und Panama. Ein schlechtes Omen ist eine harte Auslosung aber nicht. Seit 2006 wurde immer ein Team Weltmeister, das die laut Weltranglistenposition aller vier Teams schwerste Gruppe erwischte, berichtete die Fifa auf ihrer Homepage. 2006 hatte es Italien mit den Vereinigten Staaten, Ghana und Tschechien zu tun, 2010 setzte sich Spanien gegen Chile, die Schweiz und Honduras durch, und 2014 spielte Deutschland zunächst gegen Portugal, Ghana und die Amerikaner.

          Die Lostöpfe bei der WM-Auslosung:

          Topf 1: Russland (Gastgeber), Deutschland (Weltranglistenplatz 1), Brasilien (2), Portugal (3), Argentinien (4), Belgien (5), Polen (6), Frankreich (7)

          Topf 2: Spanien (8), Peru (10), Schweiz (11), England (12), Kolumbien (13), Mexiko (16), Uruguay (17), Kroatien (18)

          Topf 3: Dänemark (19), Island (21), Costa Rica (22), Schweden (25), Tunesien (28), Ägypten (30), Senegal (32), Iran (34)

          Topf 4: Serbien (38), Nigeria (41), Australien (43), Japan (44), Marokko (48), Panama (49), Südkorea (62), Saudi-Arabien (63)

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