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TV-Zuschauerzahlen : WM auch ohne DFB-Team ein Quotenbringer für ARD und ZDF

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ARD und ZDF berichten aus dem Studio in Baden-Baden über die WM. Bild: dpa

Die deutschen Spieler sind längst im Urlaub. Daher lassen sich bei der WM TV-Quoten von mehr als 25 Millionen nicht mehr erreichen. Die aktuellen Zahlen zeigen aber, wie groß das Interesse trotzdem noch ist.

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          Die Fußball-WM ist für die Fernsehsender auch nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalelf ein Zuschauermagnet. Mit der Übertragung der beiden ersten Achtelfinalpartien holte sich die ARD am Samstag klar den Quotensieg. 10,10 Millionen Fans sahen am Abend ab 20.00 Uhr den 2:1-Erfolg Uruguays über Europameister Portugal. Der Marktanteil der Live-Übertragung im Ersten lag bei 41,3 Prozent. Das erste Spiel des Tages, in dem Frankreich mit 4:3 Vize-Weltmeister Argentinien aus dem Turnier warf, hatte ab 16 Uhr im Schnitt 7,01 Millionen Zuschauer (50,5 Prozent).

          Der zweite Achtelfinaltag am Sonntag stieß beim deutschen TV-Publikum auf noch höheres Interesse als der erste. Das Abendspiel zwischen Dänemark und Kroatien, dass die Skandinavier nach Elfmeterschießen verloren, verfolgten ab 20 Uhr im ZDF 12,82 Millionen Zuschauer – der Marktanteil betrug 42,2 Prozent. Das Achtelfinale zuvor zwischen Russland und Spanien, das die Gastgeber-Elf nach Elfmeterschießen für sich entschied, kam am Nachmittag ab 16 Uhr ebenfalls im ZDF auf 9,61 Millionen Zuschauer – der Marktanteil lag mit 52,3 Prozent sogar noch höher als am Abend. Bereits vor Beginn des WM-Achtelfinales hatten ARD und ZDF eine positive Zwischenbilanz des bisherigen WM-Turniers gezogen.

          Fussball-WM 2018

          Im Durchschnitt sahen etwa neun Millionen Zuschauer die Vorrundenspiele in den beiden Hauptsendern Das Erste und ZDF. Bei den ARD-Übertragungen waren es genau 8,79 Millionen mit einem Marktanteil von 42,3 Prozent, wie der Senderverbund mitteilte. Das ZDF verbuchte, Stand Samstag, 9,70 Millionen Zuschauer pro Spiel (45,4 Prozent). Der etwas höhere Anteil liegt auch daran, dass das ZDF zwei deutsche Vorrundenspiele übertrug. Diese hatten jeweils mehr als 25 Millionen Zuschauer, was den Schnitt aller Spiele insgesamt nach oben treibt. Bei der einzigen ARD-Übertragung des DFB-Teams – dem 2:1-Sieg gegen Schweden – waren 27,53 Millionen Zuschauer dabei. Es war das bisher zuschauerstärkste Spiel.

          Von den 48 Vorrundenpartien zeigten beide Sender jeweils 20 live. Die restlichen acht Spiele – unbedeutendere Parallelspiele am letzten Gruppenspieltag – liefen bei den Spartensendern One und ZDF Info; diese Partien hatten deutlich geringere Quoten. Das stärkste Spiel ohne deutsche Beteiligung war bislang Portugal gegen Spanien (3:3), das am 15. Juni 13,25 Millionen Zuschauer (46,4 Prozent) im Ersten einschalteten. Dieser Wert dürfte am Ende der WM aber vermutlich übertroffen werden – und zwar vom ZDF: Dort läuft am 15. Juli ab 17.00 Uhr das WM-Finale.

          Auch die Mediatheken seien während der Vorrunde millionenfach genutzt worden, teilten ARD und ZDF mit. Der Livestream des Ersten habe an den ARD-Tagen im Schnitt 4,6 Millionen Abrufe registriert, die ZDF-Mediathek habe an ZDF-Sendetagen im Schnitt 6,41 Millionen Visits verzeichnet. Die ARD-Late-Night-Show „WM Kwartira“, die nach den Abendspielen von der Hamburger Reeperbahn gesendet wird, hatte im Schnitt knapp drei Millionen Zuschauer. Darin fachsimpeln und witzeln Jörg Thadeusz und Micky Beisenherz mit prominenten Gästen über die WM.

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