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Playoffs zur Fußball-WM : Skibbe und Griechenland scheitern kläglich

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Fährt nicht mit zur WM: Michael Skibbe und Griechenland scheitern in den Playoffs an Kroatien. Bild: AP

Zwei Spiele, null Tore – und trotzdem zwei strahlende Sieger: Die Schweiz und Kroatien profitieren in den Playoffs zur Fußball-WM von ihren Erfolgen im Hinspiel. In den Partien gegen Nordirland und Griechenland ist das Niveau dennoch erschreckend.

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          Kroatiens Fußball-Nationalmannschaft fährt zum fünften Mal seit 1998 zu einer Weltmeisterschaft, da griechische Team und ihr deutscher Trainer Michael Skibbe sind dagegen in den Playoffs kläglich gescheitert. Drei Tage nach dem 1:4-Debakel in Zagreb kamen die Griechen am Sonntagabend im Playoff-Rückspiel in Piräus nicht über ein torloses Remis hinaus. Die Kroaten qualifizierten sich damit als 28. von 32 Teams für die WM-Endrunde 2018 in Russland. Nach der verpassten EM 2016 sind die Griechen nun auch bei der WM 2018 nur Zuschauer.

          Ob Skibbe mit Blick auf die EM 2020 noch Trainer bleibt, ist fraglich. Der Vertrag des früheren Bundesliga-Trainers läuft mit dem Ende der Qualifikation aus. Der Sensations-Europameister von 2004 hatte sich 2010 noch unter Trainer Otto Rehhagel und auch 2014 für die WM-Endrunde qualifiziert. Vor drei Jahren kamen die Griechen in Brasilien bis ins Achtelfinale.

          Spielplan der Fußball-WM 2018 in Russland

          Zuvor hatte sich auch die Schweiz zum vierten Mal in Serie für die Endrunde einer Weltmeisterschaft qualifiziert. Drei Tage nach dem glücklichen 1:0-Sieg gegen Nordirland in Belfast reichte den Eidgenossen im entscheidenden Playoff-Duell am Sonntagabend in Basel ein torloses Remis. Die Mannschaft von Nationalcoach Vladimir Petkovic stand damit als 27. von 32 WM-Teilnehmern fest. Kroatien konnte am späten Abend in Griechenland nach dem 4:1 im Hinspiel als 28. Team nachziehen.

          Geschafft: Xherdan Shaqiri und die Schweiz dürfen zur WM.

          In dem kampfbetonten Playoff-Duell bei Dauerregen und auf tiefem Rasen waren die Schweizer über die gesamte Spielzeit die offensivere und technisch bessere Mannschaft. Doch die „Nati“ vergab auch ihre hochkarätige Chancen leichtfertig. Die Gäste waren bei ihren Kontern bis zum Schluss gefährlich. Seit der Endrunde 1986 in Mexiko haben sich die Nordiren nicht mehr für eine WM qualifiziert.

          Bei den Gastgebern standen wie im Hinspiel die drei Bundesligaprofis Yann Sommer und Denis Zakaria (beide Mönchengladbach) sowie der Hoffenheimer Steven Zuber in der Startelf. Nordirlands Keeper Michael McGovern hielt das 0:0 mehrfach mit starken Paraden fest. Die Nordiren, die in der Gruppenphase hinter Weltmeister Deutschland den zweiten Platz belegten, steckten nie auf und hatten durch Conor Washington ihre beste Chance. Nur um Zentimeter segelte der Kopfball des Mittelstürmers am langen Pfosten vorbei (54.). In der Nachspielzeit rettete Ricardo Rodriguez bei einem Kopfball von Jonathan Evans auf der Linie.

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