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Jede WM mit Videobeweis : Das Wunder von Wembley

Das Wembley-Tor 1966 hätte einer technischen Überprüfung kaum standgehalten. Bild: ddp Images

Die Geschichte des Fußballs ist durch und durch fehlerhaft. Wie wären die WM-Turniere verlaufen, wenn es von Anfang an den Videobeweis gegeben hätte? Eine subjektive Nachbetrachtung – mit sehr interessanten Ergebnissen.

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          Das Radio schrie: „Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen!“ Und Rahn tat es. Das Echo seines Schusses drang den Zuhörern daheim ohne Umweg ins Ohr und ins Langzeitgedächtnis: „Tooor! Tooor! Toor! Toor! Tor für Deutschland! Linksschuss von Rahn ... 3:2 führt Deutschland fünf Minuten vor dem Spielende.“

          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Der Rest ist Geschichte. Und wäre heute vielleicht eine ganz andere. Unter den Bedingungen der WM 2018 hätte der Reporter Herbert Zimmermann seinen erregten Monolog von 1954 wohl so fortsetzen müssen: „Halten Sie mich für verrückt, halten Sie mich für übergeschnappt! ... Aber zunächst warten Sie bitte noch einen Moment damit, bis Schiedsrichter Ling sich mit dem Videoassistenten besprochen hat. Es scheint, die Ungarn reklamieren ein Foul von Schäfer, als er den Ball am Flügel von Bozsik eroberte ...“

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