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Hat der DFB hingeschaut? : Allons enfants!

Für die Ehre, für die Republik, für eine Kinderhilfsorganisation: die Franzosen Kylian Mbappé (l.) und Antoine Griezmann Bild: AFP

Drei Tage lagen in Kasan zwischen den Auftritten des jüngsten Teams dieser WM und der alten Weltmeister, aber Franzosen und Deutsche trennte eine Fußballwelt. Ein Kommentar.

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          Es war dieser Sprint von Kylian Mbappé, der den Zuschauern in Kasan den Atem stocken ließ. Dort, wo ein paar Tage zuvor der deutsche Weltmeister gegen Südkorea seinem Sturz entgegengetaumelt war, blühte die Kraft und Frische der Jugend. Eine Energie, die alles und alle mit sich riss. Dem jungen Franzosen war der Ball in der eigenen Hälfte zugespielt worden, und seine Kollegen hatten ihm vor dem Spiel gesagt, er solle ein paar schöne Sachen machen, und das machte der Neunzehnjährige dann.

          Fussball-WM 2018
          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Er lief los mit dem Ball am Fuß, und als er Fahrt aufgenommen hatte, konnte ihm niemand mehr folgen. Ein, zwei, drei, vier Argentinier dieser großen Mannschaft, die vor vier Jahren gegen Deutschland im Finale gestanden hatte, kamen nicht mehr hinterher, und als sich Mbappé der letzte Gegner in den Weg stellte, schien es, als hätte er einen Turbo unter dem Trikot versteckt, den er jetzt zündete. Er flog vorbei, und alles, was sein Gegner tun konnte, war, ihn zu Fall zu bringen und einen Elfmeter in Kauf zu nehmen. Später schoss Mbappé noch zwei Tore, eins mit kurzem, unwiderstehlichem Antritt im Strafraum, das andere in vollem Speed.

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