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WM-Vergabe : Blatter wirft Fifa-Kritikern Rassismus vor

  • Aktualisiert am

Fifa-Chef Blatter will die Vorwürfe nicht auf seinem Verband sitzen lassen Bild: AFP

Fifa-Chef Sepp Blatter zeigt Nerven. Auf die Korruptionsvorwürfe rund um die Vergabe der Weltmeisterschaft an Qatar reagiert er nun empört. „Diskriminierung und Rassismus“ sind nach Worten des Schweizers im Spiel .

          Fifa-Präsident Sepp Blatter ist angesichts der jüngsten Korruptionsvorwürfe rund um die Vergabe der Fußball-WM 2022 an Qatar in die Offensive gegangen. Vor den Delegierten der Asiatischen Fußball-Konföderation AFC in Sao Paulo warf der Schweizer Kritikern gemäß der englischen Zeitung „The Guardianvor, sie wollten zwar nicht den Fußball an sich zerstören, aber den Fußball-Weltverband. „Wenn wir nun Einigkeit zeigen, ist das der besten Weg, mit denen fertig zu werden, die die Fifa zerstören wollen“, so der 78 Jahre alte Blatter. Wen genau er mit seiner Kritik meinte, ließ er offen. Allerdings spiele bei den am Wochenende zunächst von der britischen Presse erhobenen Vorwürfen „auch Diskriminierung und Rassismus“ eine große Rolle, sagte Blatter.

          Die vor der WM ebenfalls in Sao Paulo tagende Confederation of African Football (CAF) schloss sich Blatter an und verurteilte „die wiederholten, hasserfüllten, erniedrigenden Angriffe einiger Medien, besonders der britischen, auf den Afrikanischen Fußballverband, seine Mitglieder und den ganzen afrikanischen Kontinent“. Man werde das Fifa-Exekutivkomitee auffordern, die Autoren der „Schmierenkampagne“ zu verklagen.

          Fifa-Chefermittler will Bericht vorlegen

          Die angeblichen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Qatar untersucht derzeit im Auftrag der Fifa der unabhängige Ermittler Michael Garcia. Er will seinen Bericht in sechs Wochen, also kurz nach Ende der WM in Brasilien, vorlegen.

          Im Zusammenhang mit der Entscheidung für Qatar wurden nun auch Zweifel an der Rolle von Franz Beckenbauer laut, der damals dem Fifa-Vorstand angehörte. Beckenbauer verweigerte Garcia nach Medienberichten eine Stellungnahme, weil er seit 2011 nicht mehr im Weltfußballverband tätig sei.

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