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Cacau im F.A.S.-Interview : Cacau unterstützt WM-Protest

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„So geht es nicht weiter in Brasilien“, sagt Cacau Bild: AFP

Kurz vor dem Start der Fußball-WM stellt sich der frühere deutsche Nationalspieler hinter die Protestbewegung in Brasilien. Im Interview mit der Sonntagszeitung übt Cacau harte Kritik an der Politik im Gastgeberland.

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          Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Cacau hat sich hinter die Protestbewegung in seinem Geburtsland Brasilien und die angekündigten Demonstrationen zur Weltmeisterschaft gestellt. „Ich finde gut, dass die Menschen merken, dass ihre Stimme etwas wert ist. Sie wehren sich und sind nicht einverstanden, wie das Land regiert wird“, sagte der Stürmer in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Es sei gut, dass das politische System entlarvt werde. „Die Regierenden dachten, sie könnten die Bevölkerung mit dieser WM ruhigstellen und von den vielen sozialen Problemen ablenken. Dieses Vorhaben ist misslungen. Das finde ich positiv. So geht es nicht weiter in Brasilien“, sagte Cacau, der beim WM-Turnier in Südafrika vor vier Jahren im Auftaktspiel für die deutsche Nationalmannschaft traf.

          Würde er in Brasilien leben, könnte er sich „gut vorstellen“, an den Demonstrationen teilzunehmen. „Es gibt ja genug Gründe: zu hohe Fahrkartenpreise im Nahverkehr oder das schlechte Schulwesen. Ich wünsche mir aber, dass während der WM keine Gewalt auf den Straßen angewendet wird.“ Cacau, der den VfB Stuttgart verlassen wird, hofft derweil auf politische Konsequenzen in seiner alten Heimat. „Es wäre schade, wenn nach dieser WM alles so weitergehen würde.“

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