https://www.faz.net/-gaq-9aq7f

Peru : Kapitän Guerrero darf trotz Doping-Sperre zur WM

  • Aktualisiert am

Paolo Guerrero spielte einst für die Bayern und den Hamburger SV. Bild: AFP

Der wichtigste Mann ist doch dabei. Perus Fußballfans freuen sich über die ausgesetzte Doping-Sperre von Paolo Guerrero. Der Stürmer selbst spricht von „Gerechtigkeit“ – und sieht für seine Mannschaft bei der WM keine Grenzen.

          1 Min.

          Peru atmet auf: Nationalmannschaftskapitän Paolo Guerrero darf nun doch an der Fußball-WM in Russland teilnehmen. Die Vollstreckung der Doping-Sperre des früheren Profis des FC Bayern München und des Hamburger SV wird provisorisch ausgesetzt, wie das Schweizer Bundesgericht am Donnerstag mitteilte. „Ganz Peru feiert! Guerrero wird bei der WM spielen“, schrieb die Zeitung „Perú21“ auf ihrer Website. Der Fußballverband twitterte: „Herzlichen Glückwunsch Paolo!“ Auf den Internetseiten großer Zeitungen des Landes war der Stürmer das große Aufmacher-Thema. Die Entscheidung bringe „Gerechtigkeit, zumindest teilweise“, wird Guerrero in einer Verbandsmitteilung zitiert.

          In der Erklärung des Bundesgerichts hieß es, die Instanz habe bei ihrer Entscheidung „den diversen Nachteilen Rechnung getragen, die der bereits 34 Jahre alte Fußballspieler erleiden würde, wenn er nicht an einer Veranstaltung teilnehmen könnte, welche die Krönung seiner Fußballer-Karriere darstellen wird.“ Zudem habe man berücksichtigt, dass Guerrero nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt habe.

          Spielplan der Fußball-WM 2018 in Russland

          Zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof Cas erklärt, er werde keine Einwände gegen den von Guerrero eingereichten Antrag auf Aussetzung der Sperre erheben. Guerrero war vom Cas für 14 Monate gesperrt worden und hätte damit auch die WM in Russland verpasst. Er war im Oktober 2017 bei einer Dopingkontrolle nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel gegen Argentinien positiv getestet worden. Bei dem Angreifer war eine in Koka-Tee enthaltene Substanz entdeckt worden.

          „Ich werde zu meiner Mannschaft stoßen und zusammen mit meinen Teamkollegen verpflichte ich mich, alles zu geben, um meinem Land neue und größere Freuden zu bringen“, sagte Guerrero. „Keine Träume sind unmöglich, wenn wir Peruaner uns einigen, ist alles möglich.“ Peru ist erstmals seit 1982 wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Das Team von Trainer Ricardo Gareca trifft in der Gruppenphase auf Dänemark, Frankreich und Australien. Am Sonntag bestreitet Guerreros Team ein Testspiel gegen Saudi-Arabien.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ein Arzt impft in Nürnberg einen Fan vor einem Fußballspiel.

          Coronavirus : Wo warten noch willige Ungeimpfte?

          Die einen appellieren an die Solidarität von Älteren, die anderen wollen Migranten und Menschen in sozialen Brennpunkten besser ansprechen. Und dann sind da noch die Jugendlichen. Wie auch immer – bevor die vierte Welle voll zuschlägt, soll wieder mehr geimpft werden.
          Impfgegner demonstrieren im Mai diesen Jahres in Concord im Bundesstaat New Hampshire.

          Delta-Variante : Amerikas Konservative bekommen Angst

          In den Vereinigten Staaten haben viele konservative Politiker und Moderatoren eine Corona-Impfung für unnötig erklärt. Die rapide steigenden Infektionszahlen durch die Delta-Variante scheinen zu einem Umdenken zu führen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.