https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball-wm/sportpolitik/fussball-wm-dario-minden-setzt-sich-fuer-fan-rechte-in-qatar-ein-18336207.html

Fan-Aktivist Dario Minden : „Das Spiel gehört allen“

Nach der Vergabe 2010 posiert der damalige FIFA-Generalsekretär (Mitte) Jerome Valcke mit den freudigen Gastgebern aus Qatar. Bild: dpa

Ein Fan-Aktivist will das Spiel vor „reiner Marktlogik“ schützen. Er wird sich als Fußballfan die WM in Qatar nicht anschauen – und scheut auch die Konfrontation mit dem Botschafter des Landes nicht.

          3 Min.

          Es sind noch zwei Monate und ein Tag bis zum Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft in Qatar, als der Deutsche Fußball-Bund am Montag zum Menschenrechtskongress auf seinem Campus in Frankfurt lädt. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Auf Wunsch „einiger Teilnehmer“, wie Steffen Simon, früher ARD, heute DFB, sagt. Bevor die Kameras abgeschaltet werden, gibt es Impulsvorträge. Dario Minden ist die Stimme der Fans an diesem Tag.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Seine Worte werden die Runde ma­chen, er richtet sie auch direkt an Qatars Botschafter in Berlin, auf Englisch. Der Vertreter des Emirs soll ihn verstehen. „Sie wissen“, sagt Minden zum Botschafter, „ich bin ein Mann und liebe andere Männer. Ich habe, seien Sie bitte nicht schockiert, Sex mit anderen Männern. Das ist normal.“ Und die wichtigste Fußballregel laute: „Das Spiel gehört allen.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Energiekrise : So sparen Sie mit der Gaspreisbremse

          Endlich wird klarer, wie der Ausgleich der Energiekosten wirklich funktioniert. Dabei zeigt sich: Den Verbrauchern öffnen sich überraschende Wege, um Geld zu sparen.
          Rekruten im November 2022 bei einem öffentlichen Gelöbnis auf dem Paradeplatz des Verteidigungsministeriums in Berlin.

          Lambrechts Versagen : Die Armee ist immer noch blank

          Die Bundeswehr steht heute noch schlechter da als vor dem Ukrainekrieg. Ihre Munitionsreserven würden im Kriegsfall für zwei Tage reichen. Will SPD-Ministerin Lambrecht überhaupt kampfstarke Streitkräfte?