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2:2 zwischen Japan und Senegal : Keine Vorentscheidung für das Achtelfinale

  • Aktualisiert am

Senegals Mbaye Niang (links) im Zweikampf mit Gen Shoju beim 2:2-Remis gegen Japan. Bild: AFP

Zweimal liegt Senegal gegen Japan in Führung, doch in beiden Fällen können die Asiaten jeweils ausgleichen. Das Remis hilft keiner der Mannschaften wirklich weiter. Ein Krimi bahnt sich an.

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          Japan und Senegal haben im Kampf um den Achtelfinal-Einzug bei der Fußball-WM in Russland eine Vorentscheidung verpasst, in der Gruppe H bahnt sich dadurch ein Krimi am letzten Spieltag an. Die zu Beginn der Endrunde siegreichen Asiaten und Afrikaner trennten sich 2:2 (1:1). Beide gehen mit je vier Punkten in den letzten Spieltag am Donnerstag: Senegal trifft dann auf Kolumbien, Japan auf Polen (beide 16.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM sowie in der ARD).

          Fussball-WM 2018

          Senegals Kapitän und Star Sadio Mané vom Champions-League-Finalteilnehmer FC Liverpool brachte sein Team früh in Führung (12.), doch der ehemalige Bundesliga-Profi Takashi Inui (34.) glich noch vor der Pause aus. Nach der abermaligen Führung durch Moussa Wague (71.) rettete Keisuke Honda (78.) sechs Minuten nach seiner Einwechslung auf Vorlage von Inui den Japanern zumindest einen Punkt. Honda ist mit vier WM-Treffern bei neun Einsätzen nun der erfolgreichste Torschütze aus Asien.

          Die hohen Erwartungen konnte die Begegnung der beiden Auftaktsieger in Jekaterinburg trotz der vier Treffer nicht erfüllen: Über weite Strecken schien bei den 32.572 Zuschauern Langeweile zu herrschen. Japan hatte Kolumbien zum Auftakt 2:1 bezwungen, Senegal die Polen mit demselben Ergebnis.

          Die Japaner ließen in der Anfangsphase ganz gefällig den Ball laufen, hatten es aber gegen die körperlich starken und taktisch disziplinierten Afrikaner enorm schwer. Vor allem Salif Sané und Alfred Ndiaye im zentralen Mittelfeld sowie Youssouf Sabaly auf der linken Abwehrseite unterbanden immer wieder mit Wucht die Angriffsversuche der Asiaten.

          Dass die Senegalesen auch in der Offensive mehr Durchschlagskraft besaßen, zahlte sich früh aus. Kapitän Mané, in Liverpool Spieler von Teammanager Jürgen Klopp, profitierte bei seinem Führungstreffer allerdings auch von gleich zwei Fehlern des Gegners. Der Düsseldorfer Genki Haraguchi konnte den Ball per Kopf nicht klären, Torwart Eji Kawashima ließ ihn danach vor die Füße von Mané abprallen.

          Zu Beginn sind die Senegalesen nicht nur körperlich, sondern auch spielerisch überlegen. Hier: Salif Sané (links) im Duell mit Shinji Kagawa. Bilderstrecke
          Zu Beginn sind die Senegalesen nicht nur körperlich, sondern auch spielerisch überlegen. Hier: Salif Sané (links) im Duell mit Shinji Kagawa. :

          Doch auch die wuchtigen Afrikaner waren verwundbar, wenn die Japaner Tempo machten – wie in der Szene vor dem Ausgleich. Nach schöner Vorarbeit von Yuto Nagatomo zirkelte der ehemalige Bochumer und Frankfurter Inui den Ball aus etwa 14 Metern sehenswert ins lange Eck. „Ich habe meinen Spielern gesagt, sie sollen fünf Zentimeter wachsen und fünf Kilogramm zunehmen. Das hat leider nicht geklappt. Wir müssen uns also etwas anderes ausdenken“, hatte Japans Trainer Eji Kawashima vor dem Spiel gesagt – in dieser Situation gelang es.

          Auch nach der Pause kamen die Japaner etwas schwungvoller aus der Kabine, in der 60. Minute verpassten sie eine hundertprozentige Möglichkeit zum 2:1. Nach einer flachen Hereingabe von Haraguchi senste Yuya Osako vom 1. FC Köln völlig freistehend aus fünf Metern am Ball vorbei. Japan blieb spielbestimmend und hatte in seiner stärksten Phase weiter Pech. Nach einem Schlenzer von Torschütze Inui touchierte der Ball das Lattenkreuz (65.), auf der Ehrentribüne ärgerte sich auch Prinzessin Hisako. Umso mehr, als Wague wenig später auf der Gegenseite traf. Doch die Landsleute ihrer Majestät zeigten Moral, drängten auf dem Ausgleich und wurden nach einer Unsicherheit von Torwart Khadim Ndiaye belohnt.

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