https://www.faz.net/-gaq-7qlye

Fußball-WM : Japan und Griechenland droht das Aus

  • Aktualisiert am

Der japanische Spieler Yoshito Okubo (links) nach einer vergebenen Chance gegen den griechischen Torwart Orestis Karnezis Bild: dpa

Griechenlands Kapitän sieht Gelb-Rot, doch auch gegen die dezimierte Mannschaft konnte Japan nicht punkten. Das Unentschieden hilft keinem der beiden Teams. Freuen kann sich Kolumbien: Die Südamerikaner stehen nun sicher im Achtelfinale.

          2 Min.

          Japan und Ex-Europameister Griechenland haben sich nach ihren Auftaktniederlagen in der Nacht auf Freitag in Natal 0:0 getrennt. Um noch in die K.o.-Phase einziehen zu können, müssen Shinji Kagawa und Co. im dritten Spiel gegen das nun bereits qualifizierte Kolumbien ebenso gewinnen wie Griechenland mit Borussia Dortmunds Sokratis im Duell mit der Elfenbeinküste.

          Dabei fehlen wird Griechenlands Kapitän Konstantinos Katsouranis, der vor rund 40.000 Zuschauern in der Arena das Dunas im Nordosten Brasiliens wegen wiederholten Foulspiels schon nach 38 Minuten Gelb-Rot sah. Den Hellenen droht das dritte Vorrunden-Aus bei der dritten WM-Teilnahme.

          Bei Temperaturen um die 30 Grad und immer wieder einsetzenden Regen entwickelte sich ein wenig unterhaltsames Spiel. Die technisch versierten Japaner übernahmen auch ohne den auf die Bank verbannten Ex-Dortmunder Kagawa zwar die Spielkontrolle, kamen aber lange kaum zu zwingenden Torchancen. Wie gewohnt agierten die Griechen, bei denen ein Trainingszoff vor dem Spiel noch für Wirbel gesorgt hatte, aus einer dicht gestaffelten Abwehr und setzten schon vor dem Platzverweis auf Konter.

          Dabei wäre dem Europameister von 2004 zwei Minuten nach der Hinausstellung von Katsouranis fast das Führungstor geglückt. Doch Japans Keeper Eiji Kawashima war bei einem Schuss von Vasilios Torosidis aus zehn Metern zur Stelle. Zuvor waren in der ersten Halbzeit schon Panagiotis Kone (11.) und Ioannis Maniatis (26.) zu kleineren Chancen gekommen.

          Das taktische Konzept von Hellas-Trainer Fernando Santos war dabei nicht nur wegen der Gelb-Roten Karte beeinträchtigt worden. So musste Stürmer Kostas Mitroglou, der einst beim niederrheinischen Fußball-Kreisligisten SV Neukirchen das Fußballspielen erlernt hatte, mit Rückenbeschwerden für den früheren Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas ausgewechselt werden.

          Und die Japaner? Die Asiaten waren immer wieder um schnelles Spiel bemüht, doch im Strafraum fehlte die Effektivität. Yuya Osako, der zur kommenden Saison von 1860 München zum Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln wechselt, zirkelte einen Schuss aus halblinker Position neben das Tor (21.). Außerdem prüfte Milan-Mittelfeldspieler Keisuke Honda den griechischen Schlussmann Orestis Karnezis (29.).

          Auch im zweiten Durchgang riss das Spiel die Zuschauer nicht von den Sitzen. Japan drängte, gefährlicher waren aber zunächst die Griechen. Wie etwa in der 60. Minute, als Gekas per Kopf an Kawashima scheiterte. Dann setzten die Japaner aber doch zur Schlussoffensive an. Erst hatte Yoshito Okubo die Riesen-Chance zur Führung (68.), anschließend scheiterte der Schalker Atsuto Uchida aus kurzer Entfernung (71.). Und in der 89. Minute scheiterte Yasuhito Endo per Freistoß.

          Weitere Themen

          Ein Fläschchen Wein mit Pep Guardiola

          Gladbachs Trainer Rose : Ein Fläschchen Wein mit Pep Guardiola

          Nach dem Champions-League-Duell lobt Pep Guardiola den Gladbacher Trainer Marco Rose und lädt zum Gedankenaustausch nach dem Rückspiel. Der künftige BVB-Coach hat den großen Meister beeindruckt.

          Topmeldungen

          Niedersächsischer Ministerpräsident Weil: „Wir sind – nicht nur in Deutschland – schlecht vorbereitet gewesen auf eine Pandemie. Das darf uns, und das wird uns auch nie wieder passieren.“

          Stephan Weil im Interview : „Wir gehen über dünnes Eis“

          Niedersachsens Ministerpräsident hält es für realistisch, das Coronavirus bis zum Spätsommer unter Kontrolle zu haben. Ein Gespräch über einen Strategiewechsel beim Impfen und mögliche Öffnungsaussichten.
          Janine Wissler (Die Linke) im Oktober 2020

          Die Linke und Marx21 : Wie radikal ist Janine Wissler?

          Die extremistische Gruppe Marx21 hat Janine Wissler geprägt. Jetzt distanziert sich die Politikerin, die am Wochenende zur Ko-Vorsitzenden der Linkspartei gewählt werden soll, vorsichtig davon. Ist das glaubhaft?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.