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2:1 gegen Panama : Tunesiens erster WM-Sieg seit 40 Jahren

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Wahbi Khazri (Mitte) wird nach seinem Tor für Tunesien von seinen Mitspielern beglückwünscht. Bild: AFP

Gegen WM-Neuling Panama kommt Tunesien zu einem knappen Sieg. Für die Nordafrikaner ist dies der erste WM-Erfolg seit 1978. Beide Mannschaften verabschieden sich mit einer engagierten Leistung aus dem Turnier.

          Nach dem ersten WM-Sieg seit 1978 sanken die Spieler zu Boden oder versammelten sich zum Gebet. Tunesien hat sich mit Platz drei in der Vorrunden-Gruppe G einen versöhnlichen Abschied von der Fußball-Weltmeisterschaftsbühne in Russland verschafft. Im Duell zweier bereits ausgeschiedener Teams setzten sich die Afrikaner am Donnerstag in Saransk verdient 2:1 (0:1) gegen Panama durch. Die wackeren Spieler des WM-Debütanten versammelten sich nach der dritten Niederlage im dritten Spiel am Mittelkreis.

          Fussball-WM 2018

          Vor 37.168 Zuschauern in der Mordovia Arena brachte Yassine Meriah (33. Minute) den Außenseiter per Eigentor in Führung. Fakhreddine Ben Youssef (53.) mit dem 2500. Tor der WM-Geschichte und Wahbi Khazri (66.) sorgten bei der fünften WM-Teilnahme für Tunesiens zweiten Sieg. Panama kann stolz sein auf seine ersten beiden WM-Treffer.

          „Wir haben Wiedergutmachung betrieben für die Niederlagen“, sagte Matchwinner Ben Youssef mit Blick auf die Partien gegen England (1:2) und Belgien (2:5). Und ergänzte voller Stolz: „Es ist ein großartiger Tag für Tunesien und ein historischer Sieg. Wir wollten diesen Sieg und ich wollte treffen – das habe ich getan!“

          Die Tunesier begannen ihr drittes WM-Spiel mit dem dritten Torwart. Nach Verletzungen von Mouez Hassen und Farouk Ben Mustapha kam der langjährige Stammkeeper Aymen Mathlouthi doch noch zum WM-Einsatz. Und Coach Nabil Maaloul musste hoffen, dass dem als Kapitän aufgebotenen Routinier nicht auch noch etwas passiert. Denn die erhoffte Ausnahmegenehmigung für den eingeflogenen Moez Ben Cherifia als zusätzlichen Ersatzmann für das Tor wurde nicht erteilt.

          Die Afrikaner hatten gegen den WM-Debütanten mehr Spielanteile, aber ihnen fehlten lange die zündenden Ideen, um Panamas meist aufmerksame Defensive zu knacken. Und als die Canaleros erstmals vor des Gegners Tor auftauchten, lag der Ball plötzlich im Netz: Jose Luis Rodriguez' Linksschuss wurde von Meriah unhaltbar abgefälscht. Es war das zweite WM-Tor für den Neuling, der sein Quartier in Saransk hat und wie in einem echten Heimspiel vom Gros der Fans angefeuert wurde.

          Tunesien hatte gegen den sich nun mehr und mehr einigelnden Gegner zwei gute Möglichkeiten, bei denen dann auch das Glück für den längst verdienten Ausgleich fehlte. Erst köpfte der auffällige Ben Youssef knapp vorbei (39.), dann wurde Khazris Schuss (45.+1) vom starken Torwart Jaime Penedo und Kapitän Roman Torres im Verbund geklärt.

          Nach dem Wechsel war Panamas schmeichelhafte Führung rasch dahin. Im perfekten Zusammenspiel der beiden auffälligsten tunesischen Akteure legte Khazri für Ben Youssef auf, der nur noch abstauben musste. 13 Minuten leitete Oussama Haddadi den Ball dann mustergültig auf Khazri weiter, der mühelos zum langersehnten WM-Erfolg vollendete.

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