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1:0 gegen Costa Rica : Kapitän Kolarov schießt Serbien zum Sieg

  • Aktualisiert am

Torschütze des Nachmittags: Aleksandar Kolarov Bild: AFP

Serbien gewinnt sein Auftaktspiel bei der Fußball-WM. Das Team des früheren Bundesliga-Profis Kristajic setzt sich gegen Costa Rica durch. Das Tor des Tages erzielt Kapitän Kolarov.

          2 Min.

          Ein Kunstschuss von Serbiens Kapitän Aleksandar Kolarov hat Costa Ricas Hoffnungen auf eine abermalige WM-Überraschung frühzeitig gedämpft. Das Team von Mladen Krstajic gewann am Sonntag vor 41.432 Zuschauern in Samara gegen den Viertelfinalisten von 2014 verdient mit 1:0 (0:0) und bescherte dem ehemaligen Bundesliga-Profi damit ein erfolgreiches Trainer-Debüt auf großer Bühne.

          Fussball-WM 2018

          Dank des sehenswerten Treffers in der 56. Minute aus der Distanz verschaffte sich Serbien in der schweren Gruppe E mit Brasilien und der Schweiz eine gute Ausgangslage für das Weiterkommen. Es war erst der zweite Sieg Serbiens bei einer WM. Bislang hatte die Mannschaft aus dem ehemaligen Jugoslawien nur vor acht Jahren mit 1:0 gegen Deutschland gewonnen. Trotz des Erfolgs schied das Team damals in der Gruppenphase aus.

          Anders sieht die jüngste WM-Historie der Costa Ricaner aus. In Brasilien stießen „Los Ticos“ bis ins Viertelfinale vor und schied dann erst im Elfmeterschießen gegen die Niederlande aus. Der Kader wurde kaum verändert, auch deshalb stellt Costa Rica in Russland die älteste Mannschaft der Endrunde. Das Alter war dem extrem defensiv eingestellten Team anzumerken.

          Verzicht auf die Bundesliga-Profis

          Serbiens Nationaltrainer Krstajic verzichtete zunächst auf seine drei Bundesliga-Profis. Sowohl der Hamburger Filip Kostic als auch der Bremer Milos Veljkovic und der Frankfurter Luka Jovic saßen auf der Bank. Dagegen stand Routinier Branislav Ivanovic in der Startformation. Der Verteidiger von Zenit St. Petersburg bestritt sein 104. Spiel für Serbien und wurde damit Rekord-Nationalspieler seines Landes.

          Befürchtungen, dass beide Teams vor allem auf eine defensive Gangart setzen könnten, bestätigten sich zunächst nicht. Bereits in der Anfangsphase boten sich den „Ticos“ bei zwei Kopfbällen von Giancarlo Gonzalez (3./12.) Chancen zur Führung. Doch auch die Serben, deren Kapitän Kolarov (AS Rom) die Partie zum „wichtigstes Spiel in unserer Geschichte seit langer Zeit“ erklärt hatte, traten erfrischend forsch auf.

          Unhaltbar für Torwart Navas Bilderstrecke

          Gleichwohl geriet das Tor des dreimaligen Champions-League-Siegers und in seiner Heimat als Volksheld verehrten Keylor Navas (Real Madrid) zunächst nicht ernsthaft in Gefahr. Nach dem lebhaften Start in die Partie drosselten die Serben das Tempo und versuchten, die Partie über mehr Ballbesitz zu kontrollieren. Darunter litt das Spielniveau in den Minuten vor der Pause.

          Kurz nach Wiederanpfiff waren die „Weißen Adler“ der Führung jedoch erstmals wirklich nahe. Doch Aleksandar Mitrovic (50.), der bei der Generalprobe gegen Bolivien noch dreimal getroffen hatte, scheiterte an Navas. Dennoch lag ein Tor der Serben in der Luft. Und tatsächlich brach Kolarov den Bann: Im Stil von Portugals Superstar Cristiano Ronaldo belohnte er sein Team mit einem sehenswerten Freistoß aus halbrechter Position durch die Mauer in den oberen Torwinkel für den couragierteren Auftritt seiner Mannschaft.

          Erst danach wachte Costa Rica auf und suchte sein Glück in der Offensive. Das eröffnete den Serben, bei denen Kostic in 70. Minute zu seinem WM-Debüt kam, große Konterchancen. Sechs Minuten nach seiner Einwechslung verpasste der Hamburger die Vorentscheidung.

          In der Nachspielzeit wurde es hektisch, Nemanja Matic und ein Betreuer der Costa Ricaner gerieten aneinander, ehe Aleksander Prijovic nach einem Wischer die Gelbe Karte sah.

          Fussball-WM 2018

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