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Sorgen in Brasilien : Fliegende Metallteile im WM-Stadion

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In der Corinthians-Arena soll die WM am 12. Juni eröffnet werden Bild: dpa

102 Tage sind es noch bis WM-Anpfiff, doch das Stadion für das Eröffnungsspiel wird wohl erst kurz vor dem Start fertig. Auch andere Arenen sind in Verzug. Selbst fertiggestellte Stadien zeigen bedenkliche Mängel.

          Fifa und WM-Organisatoren müssen starke Nerven haben. Das WM-Eröffnungsstadion in São Paulo wird wohl erst auf den allerletzten Drücker fertig. Die Bauarbeiten an der Corinthians Arena würden „nicht vor dem 15. Mai“ beendet sein, musste Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke am Samstag einräumen. Die WM wird am 12. Juni in São Paulo mit der Partie zwischen Gastgeber Brasilien und Kroatien angepfiffen.

          Die Arbeiten an dem Stadion wurden durch einen Bauunfall im November 2013 erheblich zurückgeworfen, als ein Kran umstürzte und Teile des Dachs zerstörte. Zwei Bauarbeiter kamen damals ums Leben. In der Millionen-Metropole stehen insgesamt vier Gruppenspiele, ein Achtel- und ein Halbfinale auf dem Spielplan.

          Auch das schon seit über einen Jahr fertiggestellte WM-Stadion „Mineirao“-Stadion in Belo Horizonte präsentierte sich am Wochenende nicht gerade in WM-Top-Form. Ein Sturm löste im Dach Metallteile, die durch die Luft segelten und auf dem Rasen landeten. Auf Fotos war zu sehen, wie ein Mann vor der Regionalpartie zwischen den Klubs Cruzeiro und Minas Boca am Samstag eine über zwei Meter lange Dachleiste wegtrug. Auch die Dachbespannung wurde beschädigt.

          Der starke Regen überforderte zudem das Drainage-System des Stadions. Auf dem Spielfeld bildeten sich riesige Pfützen, die von Mitarbeitern des Stadions weggefegt werden mussten. In dem bereits zum Confed Cup genutzten Stadion stehen bei der WM vier Gruppenspiele, ein Achtel- sowie ein Halbfinale an. Das Stadion wurde nach dem Umbau im Dezember 2012 eröffnet.

          Der Spielplan der Fußball-WM 2014 in Brasilien

          Wie in São Paulo wird auch das WM-Sorgenkind, die WM-Arena da Baixada in Curitiba, erst rund einen Monat vor Turnierbeginn fertig. Der Spielort war Mitte Februar nach einem Notfallplan mit einer deutlichen Erhöhung der Zahl der Bauarbeiter von der Fifa bestätigt worden. Insgesamt wird die WM in zwölf Stadien stattfinden. Valcke zeigte sich dennoch optimistisch, dass bei der WM alles funktionieren werde.

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