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Brasiliens Rivaldo über Neymar : „Wenn du auf dem Boden Zeit sichern musst, dann sichere Zeit“

  • Aktualisiert am

Brasiliens Neymar fällt bei der WM in Russland durch überzogene Reaktionen auf Fouls auf. Bild: Reuters

Der brasilianische Fußball-Star Neymar steht für seine überzogenen Reaktionen auf Fouls bei der WM in Russland in der Kritik. Nun springen ihm zwei Legenden der Seleção zur Seite. Das hat einen bitteren Beigeschmack.

          Der ehemalige brasilianische Weltfußballer Rivaldo hat den für seine Schauspieleinlagen in der Kritik stehenden Superstar Neymar in Schutz genommen. „Neymar, spiele, wie du es immer getan hast, und achte nicht auf die Kommentare aus anderen Ländern, denn die sind schon zu Hause“, schrieb der Weltmeister von 2002 bei Instagram, zwei Tage vor dem WM-Viertelfinale der Brasilianer gegen Mitfavorit Belgien am Freitag (20.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM sowie im ZDF und bei Sky).

          „Wenn du ins Dribbling gehen musst, dann gehe ins Dribbling. Wenn du ein Tor schießen musst, dann schieße ein Tor. Wenn du nach einem Foul fällst, dann falle. Und wenn du auf dem Boden etwas Zeit sichern musst, dann sichere die Zeit, weil die anderen genau das Gleiche machen, schrieb Rivaldo weiter.

          Auch Brasiliens Fußball-Idol Ronaldo stärkte Neymar den Rücken. „Die Kritiken an ihm sind albern“, erklärte der zweimalige Weltmeister in Russland. Ronaldo hält es sogar für möglich, dass Neymar zum Weltfußballer des Jahres gewählt wird.

          Neymar glänzte bei der WM in Russland bislang nicht nur mit starken Leistungen, sondern fiel auch mit peinlichen Schauspieleinlagen nach harmlosen Fouls auf – vor allem beim 2:0 im Achtelfinale gegen Mexiko. Der mexikanische Trainer Juan Carlos Osorio hatte das Verhalten des Stürmers anschließend als eine „Schande für den Fußball“ bezeichnet.

          Rivaldo versteht die Kritik an seinem Landsmann nicht: „Das Problem ist, dass du der Mann der WM und das Idol deines Landes bist. Leider stört das viele Menschen, ich weiß nicht, warum“, schrieb der ehemalige Weltklasse-Fußballer, der zu seiner aktiven Zeit ebenfalls mit fragwürdigen Aktionen polarisierte.

          So war der Südamerikaner beim WM-Turnier 2002 für eine Täuschung mit einer Geldstrafe sanktioniert worden, nachdem er im Gruppenspiel gegen die Türkei eine Kopfverletzung vortäuschte und damit einen Platzverweis des Gegners provozierte.

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