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Pressestimmen zum WM-Finale : „Wir werden niemals genug danken können“

  • Aktualisiert am

Im siebten Fußball-Himmel: Olivier Giroud und seine Franzosen. Bild: AFP

Die französische Presse überschlägt sich nach dem zweiten WM-Titel. Auch die internationalen Medien sind begeistert – allerdings nicht ganz ohne Einschränkungen nach dem Finalsieg über Kroatien.

          Frankreich steht Kopf – und auch die französische Presse bejubelt am Montag den Sieg bei der Fußball-WM:

          „L'Équipe“: „Ein ewiges Glück“ - „Wir werden den Männern von Didier Deschamps niemals genug dafür danken können, dem Land dieses verzauberte Intermezzo geschenkt zu haben, diese vier Wochen, von denen wir hoffen, dass sie ewig dauern – nach einer Zeit, die von den Anschlägen gebeutelt war, darunter dem vom 13. November 2015 an den Toren des Stade de France.“

          Fussball-WM 2018

          „Le Figaro“: „Der Tag des Ruhms ist gekommen. (...) Der Traum ist wahr geworden. Alle Superlative sind erlaubt. Es ist nicht nur ein Team, sondern ein ganzes in die Trikolore-Fahne gehülltes Volk, das sich heute als Weltmeister fühlt.“

          „Le Parisien“: „Der Kopf in den Sternen“ - „Wir kommen alle ins Paradies, und die Blauen öffnen uns die Tore, hier und jetzt zu unseren Lebzeiten, weil sie Traum-Händler sind. (...) Der Jugendliche aus Bondy und vom PSG (Kylian Mbappé) tritt ins Pantheon ein, und haltet ihn für die kommenden Jahre im Blick: Er ist in der Lage, euch 2022, 2026 oder 2030 einen dritten Stern nach Hause zu bringen.“

          „Les Echos“: „Wie feiert man am besten den 20. Jahrestag der ersten von den Blauen gewonnenen Weltmeisterschaft? Indem man eine zweite holt!“

          „Libération“: „Blauer Himmel für Frankreich.... Elf Spieler vereinen ein Land: Wunderschöne Aufheiterung für diese Nation, die der verdrießlichen Stimmung so zugeneigt ist. (...) Die Spieler haben ihren Vertrag erfüllt, und darüber hinaus hat Deschamps seinen Platz im Fußball-Pantheon gesichert. Aber das Außergewöhnlichste ist das Publikum, das gemischte, aber vereinte Volk, das in einer unwiderstehlichen Flut die Straßen und Plätze Frankreichs gestürmt hat – alle Klassen, alle Regionen, jede Herkunft zusammen.“

          „Dernières Nouvelles d'Alsace“: „Sie heißen Lloris, Pavard, Varane, Umtiti, Hernandez, Pogba, Kanté, Matuidi, Giroud, Mbappé, Fékir, Tolisso, Nzonzi, Thauvin oder Dembelé. Sie sind im Norden von Frankreich oder in Nizza geboren, in Mâcon oder Marseille. Sie sind die Nachkommen alter, im Boden dieses Landes fest verankerter Linien oder haben ihre Wurzeln im Togo oder in Kamerun, und das alles ergibt hervorragende Franzosen. All das macht Frankreich und seinen Reichtum aus. Ob es einem gefällt oder nicht, diese Nationalmannschaft ist auch ein Spiegelbild und dieses Bild der Gemeinschaft, das sie uns zeigt, ist erfreulich.“

          Kroatien

          Portal „Index“: „Kroatien ist für uns die Nr. 1 der Welt“, weil: „Die Nr. 1 definiert sich nicht allein über die Trophäe, sondern durch die Fähigkeit und die Kraft, sich aus den dunkelsten Momenten seines sportlichen Lebens zu befreien und bis zur Spitze zu kommen“.

          „Jutarnji list“: „Heute steigt die Party aller Partys“

          TV-RTL: „Die Regierung hat entschieden: Jedes Mitglied der „Feurigen“ wird 70.000 Kuna bekommen.“ (Das sind ungefähr 9500 Euro)

          „24sata“: „Die „Feurigen“ kommen zurück. Kommt auf die Balkone und begrüßt die Champions.“

          Russland

          „Sport-Express“: „Vive la France! Lang lebe Russland! (...) Gegen so ein Frankreich hilft auch kein kroatischer Charakter.“

          „Kommersant“: „Diese Weltmeisterschaft war voller Überraschungen und endete mit einem Finale, das anders war als die meisten früheren, mit einem Finale, in dem sechs Tore geschossen wurden.“

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