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0:0 zum WM-Auftakt : Marokko erkämpft sich Remis gegen Kroatien

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Dejan Lovren (oben) und Mario Pašalić (2. v. unten; beide Kroatien) im Zweikampf mit Marokkos Nayef Aguerd (2. v. oben) und Sofyan Amrabat (unten) Bild: AFP

Der Zweite der WM 2018 in Russland muss sich im ersten Spiel in Qatar mit einem Unentschieden begnügen. Gegen mutig aufspielende Marokkaner will dem Team um Luka Modrić das erste WM-Tor noch nicht gelingen.

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          Der Weltmeisterschaftszweite von 2018 Kroatien ist mit einem Stotterstart seinen Titelambitionen bei der Fußball-WM in Qatar noch nicht gerecht geworden. Das Team um Superstar Luka Modrić kam am Mittwoch gegen Marokko in Al-Chaur nicht über ein 0:0 hinaus. „Das war ein schweres Spiel, vor allem in den ersten 15 Minuten. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht“, sagte Modrić.

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          Damit müssen sich die Kroaten in den nächsten Gruppenspielen gegen Kanada und Mitfavorit Belgien schon steigern, sonst droht bei der sechsten Endrunden-Teilnahme zum vierten Mal das Vorrunden-Aus. Daran mag Modrić keinen Gedanken verschwenden. „Ich glaube, dass es im Verlaufe des Turniers besser wird“, sagte der 37-Jährige vom Champions-League-Sieger Real Madrid und bekräftigte: „Natürlich haben wir große Ambitionen, aber das erste Ziel ist, die Gruppenphase zu überstehen. Dann können wir ein gefährlicher Gegner werden.“

          Außenseiter Marokko darf – auch dank der vielen Fans im Rücken – auf weitere Überraschungen hoffen. Ob Bayern-Profi Noussair Mazraoui aber in den nächsten Spielen mitwirken kann, ist fraglich. Der Außenverteidiger verletzte sich bei einem Kopfball offenbar an der Hüfte und musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden.

          Der WM-Titel sei ein Grund zurückzutreten, hatte Modrić vor dem WM-Auftakt noch durchblicken lassen. Bis dahin ist es für das kroatische Team aber noch ein gutes Stück Arbeit. Zwar versuchte der 37-jährige Ausnahmefußballer mit seiner feinen Technik und den millimetergenauen Pässen das Spiel seiner Mannschaft anzukurbeln, vor 59.407 Zuschauern fehlte es den Kroaten gegen die robuste Defensive der Marokkaner aber an Durchschlagskraft. Auch der Hoffenheimer Andrej Kramarić trat kaum in Erscheinung und wurde in der zweiten Halbzeit ausgewechselt.

          Die beste Chance im ersten Durchgang besaß noch Nikola Vlašić kurz vor der Pause, doch nach Zuspiel des Stuttgarters Borna Sosa scheiterte der Angreifer aus kurzer Distanz an Marokkos Keeper Bono (45.). Neben Sosa und Kramarić stand auch der Leipziger Josko Gvardiol, der wegen seines Nasenbeinbruchs mit einer Maske spielte, in der kroatischen Startelf. Ein wenig Gefahr ging auch durch zwei Distanzschüsse von Ex-Bayern-Spieler Ivan Perišić (16.) und Modrić (45.+2) aus.

          Auf den Rängen war die Rollenverteilung eine andere. Mehr als 20.000 marokkanische Fans bereiteten ihrem Team ein Heimspiel. Jeder Angriffsversuch wurde lautstark begleitet. Allzu oft kamen die Nordafrikaner aber nicht zu Torabschlüssen. Eine Flanke von Chelsea-Angreifer Hakim Ziyech verpasste Youssef En-Nesyri (18.) knapp. Im zweiten Durchgang tauchte dann mal Mazraoui gefährlich vor dem Tor auf. Nach seinem Kopfball musste er aber verletzt runter. Dazu prüfte der frühere Dortmunder Achraf Hakimi (65.) den kroatischen Schlussmann Dominik Livaković mit einem wuchtigen Freistoß.

          Mitte der zweiten Halbzeit erhöhten die Kroaten den Druck und sorgten für einige brenzlige Situationen. Doch immer wieder waren die Marokkaner mit einem Bein dazwischen, was Modrić zunehmend nervte.

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