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Eintracht-Antreiber bei WM : „Bonusspiele“ für Djibril Sow

Sow läuft Serbiens Dusan Tadic davon. Bild: Reuters

Djibril Sow überzeugt nicht nur im Trikot der Eintracht. Auch mit der Schweiz weiß der Mittelfeld-Akteur zu gefallen und will sich bei der WM für die Premier League empfehlen. Im Achtelfinale wartet Portugal.

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          Der eine hat es gerade noch im letzten Moment geschafft, der andere gehört schon länger zu den Etablierten. Für die Eintracht-Profis Randal Kolo Muani und Djibril Sow sind bei der Weltmeisterschaft in der Wüste bisher viele sportliche Wünsche in Erfüllung gegangen. Der kurz vor Toresschluss für den Kader nominierte Kolo Muani, am Montag 24 Jahre alt geworden, hat mit seinen Nationalmannschaftskollegen schon geschafft, was der ein Jahr ältere Sow noch anstrebt: den Sprung ins Viertelfinale.

          Fußball-WM 2022
          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Die französische Équipe Tricolore hatte leichtes Spiel, um Polen 3:1 zu besiegen und den Traum von der Titelverteidigung am Leben zu erhalten. Die Schweizer Nati muss auf dem Weg in die Runde der letzten acht einen dicken Brocken aus dem Weg räumen: Portugal. Sow und Co. messen sich an diesem Dienstag (20.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) mit den spielfreudigen Südwesteuropäern.

          Sow im Achtelfinale – das ist keine Überraschung, denn die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft zeichnet sich durch Konstanz aus. Anders als das schon wieder nach der Vorrunde zurückgereiste deutsche Team steht die Schweiz zum dritten Mal in Serie nach 2014 und 2018 in der Runde der besten 16 Mannschaften der Welt. In Qatar war es der 3:2-Sieg gegen Serbien, der den Weg in die K.-o.-Phase ebnete. Sow war natürlich dabei und wusste auch in der Torvorbereitung zu gefallen.

          Gute und wichtige Spiele

          „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel und erleichtert, dass wir weiter sind“, sagte der in der 69. Minute ausgewechselte Sow nach dem Weiterkommen. Gegen Serbien gab es mitunter ein wildes Hin und Her. Sow sagte später: „Wir haben gezeigt, dass wir immer wieder zurückkommen. Es war wichtig, dass wir das schon vor der Pause geschafft haben. Wir sind jetzt lockerer, weil wir das Hauptziel erreicht haben: die Vorrunde überstehen, die nicht einfach war.“ Was nun folgt, bezeichnete der Frankfurter Fußballprofi als „Bonusspiele“.

          Für seinen Klub Eintracht hat Sow im zu Ende gehenden Erfolgsjahr 2022 viele gute und wichtige Spiele gemacht. Und ja: Auch Tore hat er geschossen. Das passiert normalerweise nicht in schöner Regelmäßigkeit. Doch Sow hat sich in vielerlei Hinsicht gesteigert und so ein höheres Leistungslevel erreicht. Beim spektakulären 4:3-Auswärtssieg in Bremen war Sow ebenso erfolgreich wie beim nicht minder torreichen 4:2 gegen Hoffenheim. Gegen die TSG zeigte die Eintracht im letzten Bundesliga-Heimspiel des Jahres ein atemraubendes Spiel. Mittendrin: Sow. Der Antreiber vor der Abwehr, der seine Rolle längst mit feiner Klinge versieht und dabei zumeist die beste Laufleistung aller Mitspieler zeigt, war schon nach sechs Minuten erfolgreich.

          Sows Spiel macht Eindruck. Schon länger ist es kein Geheimnis, dass er eines Tages in der Premier League spielen möchte. „Es ist mein Wunsch, es ist mein Ziel.“ Das Interesse von Nottingham Forest ist ebenso bekannt wie Sows Ankündigung, der Eintracht vorerst die Treue zu halten. Doch wie lange noch? In den Kreis der englischen Interessenten sollen jetzt auch Newcastle United und der FC Arsenal dazugekommen sein. Sows Vertrag in Frankfurt läuft noch bis Mitte 2024.

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