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Australien bei WM : „Wir sind hier, um möglichst weit zu kommen“

  • Aktualisiert am

Torschütze des Tages: Mitchell Duke Bild: AFP

Dank eines Treffers von Duke gewinnt Australien gegen Tunesien und bleibt dabei zum ersten Mal seit 1974 in einem WM-Spiel ohne Gegentor. Den Nordafrikanern droht wieder mal das frühe Aus.

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          Australien ist wieder voll im Rennen um den ersten Einzug ins Achtelfinale einer Fußball-WM seit 16 Jahren, Tunesien droht abermals das traditionelle Vorrunden-Aus. Die Socceroos bezwangen die Nordafrikaner am Samstag mit 1:0 (1:0) und stehen vor dem abschließenden Spieltag der Gruppe D bei drei Punkten. Tunesien hat nur einen Zähler und trifft zudem noch auf Titelverteidiger Frankreich.

          Fußball-WM 2022

          Mitchell Duke (23. Minute) traf vor 41.823 Zuschauern im Al-Dschanub Stadion für die Australier. „Es war unser erstes WM-Spiel ohne Gegentor seit 1974, das ist verrückt“, sagte Nationaltrainer Graham Arnold. Damals spielte Australien nach zwei Niederlagen 0:0 gegen Chile: „Ich bin sehr stolz auf die Jungs, aber wir haben nichts erreicht. Wir sind hier, um möglichst weit zu kommen.“ Er habe den Spielern gesagt, sie könnten kurz den Sieg mit den Fans genießen, „dann müssen wir aber regenerieren und uns auf Dänemark vorbereiten.“

          Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert hatte bei seiner WM-Premiere trotz zahlreicher Unterbrechungen wegen kleinerer Fouls keine Schwierigkeiten mit der Leitung der intensiven Partie. „Das war eine starke Leistung vom ganzen Schiedsrichter-Team“, befand der Hamburger Bundesliga-Schiedsrichter und MagentaTV-Experte Patrick Ittrich.

          Beide Trainer stellten ihre Startformationen im Vergleich zum ersten Spieltag nur auf jeweils einer Position um. Bei den Australiern, die zum bislang einzigen Mal 2006 in Deutschland die Runde der letzten 16 einer WM erreicht haben, ersetzte Fran Karacic auf der rechten Abwehrseite den verletzten Nathaniel Atkinson.

          Im Mittelfeld vertraute Coach Graham Arnold abermals auf Jackson Irvine vom Zweitligaklub FC St. Pauli und den ehemaligen Bundesliga-Profi Mathew Leckie. Bei den Tunesiern, die bei ihren vorherigen fünf WM-Teilnahmen noch nie über die Gruppenphase hinausgekommen sind, stürmte Naim Sliti statt Anis Slimane.

          Ein „extrem physisches Spiel“ hatte Arnold erwartet – und er sollte Recht behalten. Viel Kampf, dafür aber wenig Kreatives gab es zu sehen. Die Socceroos präsentierten sich nach der 1:4-Klatsche zum Auftakt gegen Frankreich insgesamt jedoch klar verbessert und gaben in der ersten Halbzeit den Ton an. Richtig torgefährlich wurden sie zwar selten. Nach gut 20 Minuten belohnte Stürmer Duke ihre Bemühungen aber mit dem 1:0. Der 31-Jährige hatte den Angriff selbst eingeleitet, die leicht abgefälschte Flanke von Craig Goodwin köpfte er dann plaziert ins rechte Eck.

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          Auch die Tunesier taten sich schwer, wirklich zwingende Chancen zu kreieren. Wenn sie mal nach vorne kamen, war meist Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri vom 1. FC Köln beteiligt. Einen Schuss des gebürtigen Freiburgers Mohamed Dräger blockte Australiens Verteidiger Harry Souttar in höchster Not (41.).

          Nur kurz später vergab der insgesamt sehr auffällige Kapitän Youssef Msakni die beste Möglichkeit zum Ausgleich, der mittlerweile nicht mehr unverdient gewesen wäre. So gingen die Australier in ihrem insgesamt 18. WM-Spiel erstmals mit einer Führung in die Pause.

          In der zweiten Hälfte erhöhten die Tunesier den offensiven Druck, es fehlte ihnen aber weiter an der Präzision. Die Australier, für ihren leidenschaftlichen Spielstil bekannt, stemmten sich dagegen. „Es war ein sehr schweres Spiel, sehr kompliziert, mit zwei hungrigen und starken Teams“, analysierte Tunesiens Nationaltrainer Jalel Kadri und klagte: „Wir waren nicht effizient genug.“ Vor dem abschließenden Gruppenspiel sagte er: „Selbst die großen Gegner wurden bei dieser WM schon besiegt. Wir sind uns sehr bewusst, dass das nächste Spiel gegen Frankreich schwer wird. Wir wissen aber, dass uns der Fußball immer wieder überrascht. Wir werden unser Herz auf dem Platz lassen.“

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