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Fußball-WM 2014 : Fifa zieht peinliche Reisetipps zurück

  • Aktualisiert am

Das Leben in Brasilien: Hauptsache Fußball Bild: AFP

Die Fifa verärgert den WM-Gastgeber mit Klischees wie: „Pünktlichkeit ist keine exakte Wissenschaft in Brasilien“ oder „geduldiges Warten liegt nicht in der DNA eines Brasilianers“.

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          Der Fußball-Weltverband Fifa hat vorsorglich zehn Reisetipps für Brasilien-Anfänger aus dem Internet genommen, um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen. Die Empfehlungen waren Teil des Online-Magazins „The Fifa Weekly“ und bedienten in lockerer Sprache zwar Klischees, an denen allerdings auch vieles wahr ist.

          Fußball-Fans, die im Sommer ins WM-Gastgeberland reisen wollen, bekamen Hinweise à la „Pünktlichkeit ist keine exakte Wissenschaft in Brasilien“, „In Brasilien werden Dinge meist auf die letzte Minute getan“ oder „Geduldiges Warten liegt nicht in der DNA eines Brasilianers“. Ein Foto zeigte dazu die alltägliche Szene mit zwei Brasilianerinnen in knappen Bikinis, die am Strand liegend Jungs beim Fußballspielen zuschauen.

          Diese Tipps wurden in einigen Medien als Provokation gewertet, was aber laut Fifa so nicht gemeint war. „Wir hatten keinerlei Intention, Kritik zu üben oder jemanden in irgendeiner Form zu beleidigen. Es sollte ein leichter und humorvoller Text sein“, versicherte eine Fifa-Sprecherin der dpa am Sonntag. Um Missverständnisse zu vermeiden, habe man sich aber entschieden, den Text aus dem Netz zu nehmen.

          Zuvor hatte Hauptsponsor adidas schon für Unmut bei den Brasilianern gesorgt - wegen sexistischer T-Shirts. Eines der WM-Shirts zeigt eine stilisierte Frau im Bikini vor dem Zuckerhut. Der Spruch „Lookin’ to score“ kann sowohl als Anspielung auf ein Tor als auch auf sexuellen Kontakt verstanden werden.

          Anzügliches Shirt: Probleme für Adidas Bilderstrecke
          Anzügliches Shirt: Probleme für Adidas :

          Das brasilianische Fremdenverkehrsamt forderte adidas auf, die Shirts aus dem Sortiment zu nehmen. Die Behörden hätten es schwer genug, gegen Sextourismus im Land vorzugehen.

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