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Fußball-Nationalelf : Der Römerbalkon ist schon reserviert

  • -Aktualisiert am

Die deutsche Nationalmannschaft feierte etwa 2002 auf dem Römerberg nach ihrer Rückkehr von der Fußball-WM in Japan Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Hat der Frankfurter Römerberg als Festplatz der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ausgedient? „Die Entscheidung fällt immer kurzfristig während des Turniers“, heißt es beim DFB. Aus dem Römer verlautet aber: Der Balkon ist schon reserviert.“

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          Hat der Frankfurter Römerberg als Festplatz der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ausgedient? Im Falle des Titelgewinns oder des Einzugs ins Finale bei der Weltmeisterschaft in Südafrika wird die deutsche Mannschaft womöglich wieder nicht vom Rathausbalkon jubeln. Weder habe der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sich festgelegt noch gebe es eine Zusage, sagt DFB-Sprecher Harald Stenger. „Die Entscheidung fällt erfahrungsgemäß immer kurzfristig während des Turniers.“ Der Balkon sei am Montag, 12. Juli – dem Tag nach dem Finale in Johannesburg – schon für die deutschen Kicker reserviert, heißt es dagegen im Römer.

          Nach den letzten beiden Erfolgen des deutschen Teams hatte sich der Tross jeweils in Berlin bejubeln lassen. In Frankfurt hatte man Verständnis dafür, dass sich die Nationalspieler nach dem dritten Platz bei der Heim-WM 2006 für eine Abschlussparty auf der Fanmeile der Hauptstadt entschieden. Dass sich die DFB-Elf nach der Finalniederlage bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz aber wieder direkt nach Berlin aufmachte, nahm Frankfurts Oberbürgermeisterin damals „überhaupt nicht begeistert“ zur Kenntnis. Petra Roth schrieb sofort einen Brief an den Präsidenten des DFB, Theo Zwanziger. Darin erklärte Roth, dass eine in Berlin aufgestellte Bühne es doch an Atmosphäre und Bildstärke nicht mit dem Frankfurter Römer aufnehmen könne. Sie werde heute noch von Besuchern aus aller Welt auf die Bilder aus dem Jahr 2002 angesprochen, als Teamchef Rudi Völler aus Hanau mit seinem Vizeweltmeisterteam in ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer grüßte.

          Diese Tradition sollte man doch pflegen, auf dass Kapitän Michael Ballack den goldenen WM-Pokal doch bitte in Frankfurt den Fans präsentiere. Auch nach den Titeln 1974 und 1990 hatten die deutschen Weltmeister wie selbstverständlich im Kaisersaal ihre Aufwartung gemacht – in der Stadt, in der schließlich der DFB seinen Sitz hat. Selbst wenn es mit einem Frankfurter Sommermärchen 2010 nichts wird, bleiben immerhin die deutschen Frauenfußballerinnen Frankfurt treu. Die Siege bei der WM 2007 und der EM 2009 wurden ausgelassen auf dem Balkon des Römer gefeiert. Im nächsten Jahr haben die deutschen Frauen eine neue Chance. Das Finale der Weltmeisterschaft 2011 ist in – Frankfurt.

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