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Kurioses von der WM : Fifa kassiert 300.000 Euro für falsche Socken

  • Aktualisiert am

Löcher in Strümpfen sind erlaubt, aber keine falschen Marken. Bild: AFP

Der Fußball-Weltverband spricht bei der WM zahlreiche Geldstrafen aus. Manch schlimme Vergehen werden nur mit einem kleinen Betrag sanktioniert. Dafür kommt viel Geld aus kuriosen Strafen in die Kasse.

          Falsche Socken sind bei der Fußball-WM in Russland eine teure Angelegenheit gewesen. Der Weltverband Fifa hat bis kurz vor dem Finale von Russland Geldstrafen in Höhe von mehr als 850.000 Schweizer Franken verhängt – davon mehr als 40 Prozent für das Tragen nicht-konformer Unterziehsocken. Gleich vier Teams wurden in der K.o.-Phase des Turniers in Russland wegen eines solchen Verstoßes gegen die Marketing-Regularien der Fifa belangt und mussten dafür zusammen 360.000 Franken (308.000 Euro) zahlen.

          Fussball-WM 2018

          Die Socken sind unter den Stutzen in Teamfarben bei genauem Hinsehen an dunklen Punkten zu erkennen. Damit zeigten die Profis „nicht autorisierte kommerzielle Markenkennzeichnung auf Spieler-Ausrüstungsgegenständen“, wie es in der Fifa-Disziplinarsprache heißt. Davon waren England und Schweden gleich jeweils zweimal sowie Uruguay und Kroatien betroffen.

          Insgesamt gab es 857.000 Franken an Geldstrafen. Der englische Verband FA führt durch seine zwei Vergehen mit 140.000 Franken den Bußgeldkatalog der WM an. Dahinter folgt Final-Teilnehmer Kroatien (133.000 Franken), der sich für falsche Socken, nicht lizenzierte Getränke auf dem Spielfeld und Auseinandersetzungen seiner Fans mit Argentiniern verantworten musste. Dazu kommt eine persönliche Strafe in Höhe von 15.000 Franken für den später entlassenen Betreuer Ognjen Vukojevic, der nach dem Viertelfinal-Sieg über Russland mit seinem Jubel für die Ukraine für Wirbel sorgte. Verteidiger Domagoj Vida kam dafür mit einer Verwarnung davon.

          Die Fifa hatte die Diskrepanz von Marketingstrafen zu anderen Vergehen verteidigt und erklärt, dass jeder Fall als Einzelfall behandelt werde. So waren ein russisches Plakat mit einem Code, der für „Heil Hitler“ steht oder homophobe Rufe mexikanischer Fans mit jeweils 10.000 Schweizer Franken Geldstrafe belegt worden.

          Nach ihrem übertriebenen Jubel gegen Schweden mussten Georg Behlau, Büroleiter des Deutschen Fußball-Bundes, und Ulrich Voigt aus der DFB-Medienabteilung wegen „unsportlichen Verhaltens“ jeweils 5000 Franken zahlen. Die höchste Einzelstrafe von 105.000 Franken bekam der argentinische Verband für ein ganzes Paket an Vergehen im Spiel gegen Kroatien aufgebrummt: Unter anderem hatten die Fans mit gegnerischen Anhängern gekämpft, Gegenstände geworfen sowie beleidigende und homophobe Rufe getätigt.

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