https://www.faz.net/-gtl-99157

DFB-Präsident Grindel : „Merkel braucht keinen Ratschlag von mir“

  • Aktualisiert am

DFB-Präsident Reinhard Grindel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (Bild von 2016). Bild: Picture-Alliance

Regierungsvertreter aus Großbritannien und Island wollen die Fußball-WM in Russland boykottieren. Nun spricht DFB-Präsident Grindel über die Frage eines Besuchs der Bundeskanzlerin beim Turnier im Sommer.

          DFB-Präsident Reinhard Grindel will sich nicht in die Frage eines Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel und deutschen Regierungsvertretern bei der Fußball-WM 2018 in Russland einmischen. „Ich denke, dass die Kanzlerin aufgrund ihrer politischen Erfahrung ihre Entscheidung in eigener Souveränität treffen wird und einen Ratschlag des DFB-Präsidenten nicht braucht“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes am Mittwoch bei einer WM-Präsentation in der russischen Botschaft in Berlin. „Wenn sie einen braucht, wird sie mich fragen, das hat sie bisher nicht getan.“

          Regierungsvertreter aus Großbritannien und Island hatten nach dem Giftanschlag auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal angekündigt, die Weltmeisterschaft (14. Juni bis 15. Juli) boykottieren zu wollen. DFB-Chef Grindel erklärte, dass er mit einer erfolgreichen Organisation der WM rechne. „Wir sind sicher, dass Russland ein guter Gastgeber für die Fans aus der ganzen Welt sein wird“, sagte der deutsche Vertreter im Rat des Weltverbands Fifa.

          Gut zwei Monate vor dem Eröffnungsspiel zwischen Russland und Saudi-Arabien setze er auf eine verbindende Kraft der Weltmeisterschaft. „Fairplay und Respekt, No Racism und Einhalt der Menschenrechte - das ist das, wofür der Fußball steht“, sagte Grindel. „Wir sind davon überzeugt, dass Vielfalt eine Gesellschaft bereichert. Das gilt für unser Land, aber sicher auch für ein multiethnisches Land wie Russland.“

          Weitere Themen

          Hurra und Randale Video-Seite öffnen

          „Copa Libertadores“ in Madrid : Hurra und Randale

          River Plate Buenos Aires hat zum vierten Mal die Copa Libertadores gewonnen. Das Final-Rückspiel gegen Boca Juniors wurde im spanischen Madrid ausgetragen.

          Finale auf neutralem Rasen Video-Seite öffnen

          Copa Libertadores : Finale auf neutralem Rasen

          Das Spiel zwischen den argentinischen Klubs River Plate und Boca Juniors um die Krone des südamerikanischen Vereinsfußballs war wegen zahlreichen Krawallen nach Madrid verlegt worden.

          Topmeldungen

          Der französische Präsident Emmanuel Macron während seiner Ansprache an die Nation.

          Protest der „Gelbwesten“ : Macrons Kehrtwende

          Er sei kein Weihnachtsmann, hatte der französische Präsident Emmanuel Macron zuvor gesagt. Doch fast ein Monat mit teils gewalttätigen Protesten zeigt jetzt Wirkung: Zum 1. Januar gibt es in Frankreich Geldgeschenke.

          Brexit-Chaos : Jetzt ist alles denkbar

          Nach der Verschiebung der Brexit-Abstimmung im Unterhaus erscheint alles denkbar: Theresa Mays Rücktritt, ihr Sturz, Neuwahlen – oder ein neu ausgehandelter Brexit-Vertrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.