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Unwetter in Klagenfurt : Neuers WM-Test beginnt 103 Minuten verspätet

  • Aktualisiert am

Das Unwetter setzte das Stadion unter Wasser. Bild: AP

Ein Unwetter in Klagenfurt verhindert den pünktlichen Anpfiff des WM-Tests gegen Österreich. Im Stadion spielen sich kuriose Szenen ab. Die Situation erinnert an ein DFB-Spiel vor der EM 2016.

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          Der Anpfiff des WM-Testspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Österreich in Klagenfurt musste am Samstagabend wegen heftiger Regenfälle, Hagel und Gewitter mehrfach verschoben werden. Erst mit 103 Minuten Verspätung konnten Manuel Neuer und Co. schließlich den Härtetest für die Titelverteidigung aufnehmen. Alle Infos gibt es im F.A.Z.-Liveticker zu Länderspielen und im ZDF. „Auf der einen Seite denken wir natürlich, dass wir das Spiel unbedingt brauchen, auch um den Rhythmus aufzunehmen. Auf der anderen Seite wollen wir natürlich die Verletzungsgefahr minimieren“, sagte Teammanager Oliver Bierhoff im ZDF.

          Besonders das Comeback von Torwart Manuel Neuer nach monatelanger Verletzungspause war für Bundestrainer Joachim Löw zwei Tage vor der Benennung seines endgültigen WM-Kaders von Bedeutung. „Wir wollen auch Spielern die Chance geben, sich zu zeigen. Und es geht an erster Stelle auch um Manuel Neuer, dass er sein erstes Spiel hier wieder macht“, sagte Bierhoff.

          Spielplan der Fußball-WM 2018 in Russland

          Fast wäre der Test ins Wasser gefallen. Der Platz war geflutet. Nach eingehenden Beratungen des Schiedsrichters Pavel Královec aus Tschechien mit Bundestrainer Joachim Löw und dessen österreichischem Kollegen Franco Foda wurde der letztmögliche Anpfiff auf 19.40 Uhr festgelegt. „Wenn dann nicht gespielt werden kann, wird abgesagt“, berichtete ein DFB-Sprecher von dem drohenden Szenario einer ersten kompletten Absage eines DFB-Länderspiels wegen schlechten Wetters.

          Zuvor hatte Austria-Coach Foda von einem Anpfiff um 18.35 Uhr gesprochen. Doch dann kamen wieder Regen, Blitz und Donner. Wieder mussten alle Spieler in die Katakomben. Mit Small-Talk vertrieben sich beide Teams die Wartezeit, bis es um 19.15 Uhr zum dritten Mal zum Aufwärmen auf den Rasen ging. Ursprünglich hatte das Spiel um 18.00 beginnen sollen.

          Zuvor startete das Comeback von Fußball-Weltmeister Neuer in der DFB-Elf schon im Regenguss. Als der 32 Jahre alte Torhüter als erster deutscher Spieler auf den Platz im Wörthersee Stadion zum Aufwärmen kam, brach ein Gewitter los. Der DFB-Kapitän gab sich vorerst unbeeindruckt, begann mit dem Warmlaufen und wurde dann – völlig durchnässt – von Torwarttrainer Andreas Köpke warm geschossen. Schließlich begaben sich aber die DFB-Akteure zurück in die Katakomben. Im Spielertunnel schoben sich einige von ihnen wie Mesut Özil und Sami Khedira einen Ball zu. Löw plauderte mit Foda. „Es geht nicht nur darum, pünktlich anzufangen, sondern auch darum, ein vernünftiges Spiel zu zeigen. Man will einiges probieren“, sagte Bierhoff.

          Eine ähnliche Situation hatte es vor zwei Jahren im EM-Test in Augsburg gegen die Slowakei gegeben, als die zweite Halbzeit nach einem Unwetter schließlich mit Verspätung begann. Neuer bestritt gegen Österreich sein 75. Länderspiel. Es war sein erstes Spiel nach acht Monaten Wettkampfpause wegen eines Mittelfußbruches und sein erstes Länderspiel seit Oktober 2016. Für Neuer geht es darum, seine WM-Fitness nachzuweisen. Dann wird er an diesem Montag von Löw als Nummer 1 in den endgültigen 23-Mann-Kader für die WM in Russland berufen werden.

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