https://www.faz.net/-gaq-9bkis

Ärger nach Siegtor : Schweden beklagen „ekelhaftes Verhalten“ der Deutschen

  • Aktualisiert am

Schweden-Trainer Janne Andersson war aufgebracht. Bild: AP

Die Skandinavier leiden nicht nur unter dem späten Tor von Kroos. Nach dem Jubel der Deutschen kochen die Emotionen hoch. Vor allem zwei Schweden schimpfen. Aber auch Oliver Bierhoff hat etwas zu sagen.

          1 Min.

          Die Schweden haben nach dem bitteren 1:2 (1:0) im zweiten Gruppenspiel der Fußball-WM in Russland verärgert auf den Jubel der deutschen Weltmeister reagiert. „Das war Mangel an Respekt, ein ekelhaftes Verhalten!“, schimpfte Leipzigs Mittelfeldstar Emil Forsberg beim Fernsehsender TV4. Trainer Janne Andersson sagte: „Da haben sich einige in einer Art und Weise verhalten, die nicht korrekt war. Man muss den Gegner auch in Ruhe trauern lassen können.“

          Nach dem Schlusspfiff, kurz nach Toni Kroos“ Freistoßtreffer in der Nachspielzeit (90.+5), hätten die Deutschen zu ausgelassen gefeiert, „indem sie in unsere Richtung liefen und Gesten machten“, sagte Andersson: „Wir haben 90 Minuten gekämpft, wenn dann der Schlusspfiff ertönt, schüttelt man sich die Hand und verhält sich nicht so.“ Bei TV4 ergänzte er deutlich schärfer: „Man sollte den Gegner, mit dem man 95 Minuten gefightet hat, nicht so verhöhnen. Das ist echt schwach.“

          Spielplan der Fußball-WM 2018 in Russland

          DFB-Manager Oliver Bierhoff gab zu: „Die Gefühle und Emotionen sind ein bisschen übergeschwappt.“ Allerdings ärgerte auch Bierhoff sich über den Gegner: „Ich hatte Diskussionen mit den Schweden. So ein destruktives Spiel und Zeitspiel sollte nicht belohnt werden“, sagte er in der ARD.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, mit einem Fläschchen Impstoff von Astra-Zeneca

          In Großbritannien : Eine vernünftige Öffnungsstrategie

          Der britische Premierminister hat einen Plan für die Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorgelegt. Das Vorgehen seiner Regierung zeigt: Wer schneller impft, kann früher öffnen.
          Anne Will diskutiert in ihrer Sendung am 28. Februar 2021 mit ihren Gästen über die Frage: „Die große Ratlosigkeit – gibt es einen Weg aus dem Dauer-Lockdown?“

          TV-Kritik: „Anne Will“ : Warten auf die ganz andere Idee

          Anne Will setzt auf den Schlauberger-Effekt, wenn sie ihre Gäste nach Wegen aus dem Lockdown fragt. Doch auch innovative Apps und ethische Expertisen kommen am Ende nur schwer an Merkels Navigieren entlang von Inzidenzwerten vorbei.
          Junge Soldaten und eine Verehrerin von Präsident Putin und Verteidigungsminister Schoigu in Sewastopol

          Sieben Jahre Krim-Annexion : Zankapfel der Welt

          Schwarzmeerfestung: Die Bewohner der annektierten Halbinsel Krim haben ihre Illusionen über Russland verloren, wollen aber nicht zurück zur Ukraine.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.