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Warnung ans DFB-Team : „Es wird die schwierigste WM“

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Oliver Bierhoff (links) ist bester Laune, doch er mahnt auch vor der WM. Bild: AFP

Bis auf Kroos hat der Bundestrainer alle Spieler im Trainingslager vor der WM zusammen. Gute Nachrichten gibt es von Boateng. Einer tritt vor dem Turnier in Russland allerdings als Mahner auf.

          Bundestrainer Joachim Löw hat ab sofort im Trainingslager in Südtirol bis auf Champions-League-Finalist Toni Kroos den gesamten vorläufigen WM-Kader zusammen. Am Freitag reiste auch Jérôme Boateng in Eppan an. Der Fußball-Nationalspieler des FC Bayern München befindet sich allerdings nach einer Oberschenkelverletzung noch im Aufbautraining. Die letzten Meldungen der Ärzte seien nach einer Untersuchung von Boateng in München positiv gewesen, berichtete Teammanager Oliver Bierhoff.

          Das Bayern-Quartett Mats Hummels, Thomas Müller, Joshua Kimmich und Niklas Süle hatte ebenso wie Torwart Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona und Antonio Rüdiger vom FC Chelsea noch zwei Tage mehr zur Erholung erhalten. „Alle haben richtig Bock auf die Nationalmannschaft und die WM. Alle haben Bock, etwas Großes zu erreichen“, sagte Bierhoff. Er trat aber auch nochmals als Mahner auf: „Es wird die schwierigste WM, weil wir werden gejagt sein. Alle haben Spaß daran, uns ein Bein zu stellen. Wir können nur erfolgreich bestehen, wenn wir die letzten Prozentpunkte herausholen“, sagte der 50-Jährige. „Wir müssen die letzten Prozentpunkte rausholen.“

          Spielplan der Fußball-WM 2018 in Russland

          Bierhoff mahnte zudem einen guten Teamgeist im gesamten Kader an. „Götze und Schürrle sind gute Beispiele. 2014 waren sie keine Stammspieler und haben mit ihren Aktionen das Finale entschieden. Am Ende kann man sich mit wenigen Minuten in die Geschichte einschreiben. Mario hat es vorgemacht“, sagte der Europameister von 1996. Schürrle hatte vor vier Jahren in Rio Götze den Siegtreffer zum 1:0 nach Verlängerung im Endspiel gegen Argentinien aufgelegt. Beide Dortmunder gehören nicht zum vorläufigen 27er-Aufgebot von Löw.

          Nils Petersen weiß unterdessen, dass er nach seiner auch für ihn selbst überraschenden Nominierung in den vorläufigen WM-Kader zu den möglichen Streichkandidaten zählt. „Ich hoffe, dass ich noch länger Teil dieser Mannschaft bleiben darf“, sagte der 29 Jahre alte Angreifer vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg. Petersen ist der einzige Akteur ohne Länderspieleinsatz im 27-köpfigen Aufgebot. Bundestrainer Joachim Löw muss bis zum 4. Juni noch einen Torwart und drei Feldspieler streichen. „Vielleicht kann ich ja der Überraschungsmoment sein, den keiner kennt“, sagte Petersen mit Blick auf die WM in Russland.

          Die deutsche Nationalmannschaft hofft derweil auf einen abermaligen Champions-League-Sieg von Toni Kroos mit Real Madrid. „Toni weiß, dass wir ihm die Daumen drücken. Natürlich hoffen wir, dass er mit einem Titel und einem Pokal zurückkommt. Das gibt ihm ein gutes Gefühl und einen freien Kopf“, sagte Bierhoff. Kroos peilt mit den Königlichen am Samstag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League, im ZDF und bei Sky) in Kiew gegen den FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp den dritten Triumph in der Königsklasse in Serie an. Nach dem Finale wird er in der kommenden Woche als letzter der 27 Spieler des vorläufigen WM-Kaders nach Südtirol reisen. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bereitet sich in Eppan bis zum 7. Juni auf die Endrunde in Russland (14. Juni bis 15. Juli) vor.

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