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Deutscher Kader für WM 2018 : Löw streicht Sané, Petersen, Tah und Leno

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Der endgültige WM-Kader steht: Bundestrainer Joachim Löw. Bild: EPA

Der Bundestrainer nimmt vier Spieler nicht mit zur WM und hat seinen endgültigen Kader für die Fußball-WM 2018 nun zusammen. Eine Personalie verwundert. Gute Nachrichten gibt es von Neuer und Boateng.

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          Joachim Löw verzichtet bei der Fußball-WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) überraschend auf Offensivspieler Leroy Sané sowie auf Torhüter Bernd Leno, Innenverteidiger Jonathan Tah und Stürmer Nils Petersen. Der Bundestrainer strich dieses Quartett am Montag aus seinem vorläufigen Kader für das Unternehmen Titelverteidigung. Das nun noch 23-köpfige Aufgebot wird angeführt von Kapitän Manuel Neuer, der die Kürzung nach seinem guten Comeback im Test gegen Österreich (1:2) wie erwartet überstand und als Nummer eins zur WM fährt. Neben Neuer vertraut Löw in Russland noch acht weiteren Weltmeistern von 2014. „Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht“, sagte Löw am Montag auf einer Pressekonferenz im Trainingslager in Südtirol. Die Enttäuschung bei den vier Profis sei „sehr, sehr groß“, erläuterte Löw.

          Das DFB-Team trainiert noch bis zum Donnerstag in Eppan in Südtirol. Am Freitag (19.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Länderspielen und in der ARD) steht in Leverkusen das abschließende Testspiel gegen Saudi-Arabien an. In der kommenden Woche am Dienstag reist der deutsche Tross ins WM-Quartier in die Nähe von Moskau. Sollte sich vor dem WM-Auftakt der deutschen Mannschaft am 17. Juni in Moskau gegen Mexiko noch ein Spieler verletzen, kann Löw bis 24 Stunden vor dem Anpfiff einen Ersatz berufen. Danach ist keine Veränderung des Kaders mehr möglich. In der Vorrunde trifft die DFB-Elf außerdem am 23. Juni in Sotschi auf Schweden und vier Tage später in Kasan auf Südkorea. Jérôme Boateng soll am Dienstag ins Mannschaftstraining des deutschen WM-Teams einsteigen. „Er hat seine Verletzung völlig ausgeheilt“, sagte Löw. Der 29 Jahre alte Abwehrspieler des FC Bayern hatte sich im April eine Oberschenkelverletzung zugezogen und zuletzt bei der Nationalmannschaft ein individuelles Aufbautraining absolviert.

          Klar ist seit Montag auch: Neuer hat es geschafft. Genau zum Nominierungszeitpunkt hat der Kapitän seine WM-Tauglichkeit nachgewiesen und geht als Nummer eins nach Russland. Für den Weltmeister von 2014 ist es schon die dritte WM-Teilnahme. Den WM-Stresstest in Österreich hatte Neuer schon in seinem ersten Länderspiel nach 599 Tagen bestanden. „Er hat uns nochmal bestätigt, dass er sich 100 Prozent fit fühlt und dass der Fuß keine Probleme gemacht hat“, sagte Löw. Am Sonntagabend habe er ein abschließendes Gespräch mit dem Torhüter des FC Bayern geführt. Eine MRT-Untersuchung habe gezeigt, dass „soweit alles in Ordnung“ ist.

          Bei der WM vor vier Jahren war der Bayern-Torhüter mit nur vier Gegentoren ein Garant für den Titelgewinn. Der Bundestrainer räumte Neuer auch für Russland eine Sonderstellung ein: Entweder geht er als Nummer eins zur WM oder gar nicht, hatte Löw bereits nach wenigen Tagen im Trainingslager angekündigt. In Südtirol kämpfte sich Neuer wieder an sein Topniveau heran. Falls Neuer etwas passiert, hätte der DFB-Chefcoach „volles Vertrauen“ zu den Qualitäten von Marc-André ter Stegen. Der Schlussmann vom FC Barcelona ist erster Neuer-Ersatz. Kevin Trapp von Paris Saint-Germain ist der klassische dritte WM-Keeper, der sich im Training fithalten muss. „Ich habe gewusst, dass ich es schaffen kann und schaffen werde“, sagte Neuer. „Ich habe den Glauben nie verloren.“ Die Zwangspause seit vergangenem September sei „eine sehr lange und sehr harte Zeit“ für ihn gewesen. „Ich mache mir keine Gedanken, das Risiko ist genauso wie bei jedem anderen Spieler auch“, sagte Neuer vor seiner dritten WM-Teilnahme und äußerte Mitgefühl für seinen Konkurrenten. „Es tut mir leid für Bernd Leno, dass er abreisen muss.“

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