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Weltmeister Jerome Boateng: „Ich setze mir immer die höchsten Ziele“ Bild: WITTERS

Jérôme Boateng im Interview : „Wir werden die Folgen des 7:1 zu spüren bekommen“

Die Fußball-Nationalelf testet für den Ernstfall: Weltmeister Jérôme Boateng spricht im F.A.Z.-Interview über das legendäre WM-Halbfinale gegen Brasilien, seine Verletzungen, Heynckes’ Erfolgsgeheimnis – und eine Rückkehr nach Berlin.

          8 Min.

          An welchen Moment dieses längst legendären 7:1 im WM-Halbfinale gegen Brasilien erinnern Sie sich noch am stärksten?

          Michael Horeni
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Das ist eigentlich die gesamte erste Halbzeit, in der uns fast alles gelungen ist, was wir uns an diesem Abend vorgenommen hatten. Auf dem Platz hat man dann sehr genau gemerkt, wie es im Stadion immer ruhiger wurde. Bis es schließlich ganz still war, als wir nach einer halben Stunde 4:0 führten. Ich dachte damals, das ist gar kein WM-Halbfinale, das ist irgendetwas anderes. Zur Halbzeit saß nicht nur ich ein wenig ungläubig in der Kabine. Der Trainer sagte, super, aber wir sollten und müssten das Spiel mit Respekt und Konzentration zu Ende spielen. Als es dann zu Ende war, war es ein krasses Erlebnis, wenn man gesehen hat, wie die Fans geweint haben, dazu die Gesichter der brasilianischen Spieler. Das war wirklich ein sehr merkwürdiger Moment, obwohl wir uns so gefreut haben, im Finale zu stehen. Es war ein surreales Spiel. Das war in diesem Moment so, und es ist auch jetzt noch so, wenn man darüber redet. Ich habe heute noch das Gefühl, dass ich das Spiel, auch wenn ich auf dem Platz war, gar nicht real mitbekommen habe.

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