https://www.faz.net/-gaq-9b9h4

Causa Gündogan und Özil : Abseitsfalle

Gündogan und Özil bei Bundespräsident Steinmeier: Wie zwei unschuldige Jungs, die nur kicken wollen Bild: dpa

Die deutsche Mannschaft soll Vorbild in Sachen Integration und Vielfalt sein. Das gelingt ihr aber nicht immer. Jetzt wirft die Nähe Özils und Gündogans zum Autokraten Erdogan einen Schatten auf den Beginn der WM.

          9 Min.

          Ilker Gündogan stieg kürzlich in einen Zug, der von Dortmund nach Paris fuhr. Vier ältere Damen und Herren saßen ihm schräg gegenüber. Sie plauderten angeregt über ihre Enkelkinder und steckten ihre Köpfe über Fotos und Videos von den Kleinen zusammen. Irgendwann war das Thema durch, die Fahrt zog sich hin, bis plötzlich einer der Reisenden eine Zeitung hochhielt. „Das habt ihr bestimmt schon mitbekommen“, sagt er in die Runde. „Als ich das Bild heute Morgen in der Zeitung gesehen habe, habe ich mich total darüber aufgeregt. Das kann doch nicht wahr sein! Wie dumm sind die eigentlich?“

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Auf dem Bild, das im Zug nach Paris rumgeht, sieht Ilker Gündogan, wie sein Bruder Ilkay und Mesut Özil dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan ein Trikot ihrer Klubs Manchester City und Arsenal überreichen. Ilker Gündogan beschreibt diese Szene in einem klugen Blogbeitrag, der den Titel trägt: „Botschafter wider Willen? Fußballer in Kontakt mit Politikern.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+