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Deutsche Einzelkritik : Frust bei Neuer – Özil trifft und taucht ab

  • Aktualisiert am

Mesut Özil traf, aber nicht alles gelang beim Test in Österreich. Bild: dpa

Blitz und Donner verzögern den Anpfiff des Spiels in Österreich. Danach ist Neuer machtlos. In der Abwehr gibt es Probleme. Debütant Petersen spielt gut. Andere können sich nicht für die WM empfehlen.

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          Trotz des starken Rückkehrers Manuel Neuer im Tor hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im vorletzten Testspiel vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland eine Niederlage kassiert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw verlor am Samstag in Klagenfurt gegen Österreich mit 1:2 (1:0). Mesut Özil hatte die DFB-Auswahl in der 11. Minute in Führung gebracht; der Augsburger Martin Hinteregger (53.) und der Schalker Alessandro Schöpf (69.) sorgten vor 29.200 Zuschauern im Wörthersee Stadion aber noch für die Wende. Nach mehreren starken Regengüssen sowie Blitz und Donner in Klagenfurt konnte die die Partie erst um 19.43 Uhr angepfiffen werden; ursprünglich sollte das Spiel um 18.00 Uhr beginnen. Die deutschen Spieler in der Einzelkritik:

          Fußball-Länderspiele

          Manuel Neuer: Der Kapitän musste sich beim persönlichen WM-Check über seine Vorderleute ärgern. Machtlos bei den Toren. Gute Paraden gegen Grillitsch (32.) und Arnautovic (55.). An ihm lag das 1:2 nicht.

          Joshua Kimmich: Der unantastbare Verteidiger leistete sich hinten einige unkonzentrierte Abspiele. Konnte nicht die gewohnten Akzente setzen.

          Niklas Süle: Der Münchner durfte sich auf der Boateng-Position empfehlen. Das gelang ihm eine Halbzeit lang. Danach war die Souveränität weg.

          Antonio Rüdiger: Im Zweikampf energisch. Konnte dem österreichischen Druck nach der Pause aber nicht Stand halten. Im Spielaufbau zu verhalten.

          Jonas Hector: Beim Gegentor stand der Kölner schlecht. Insgesamt solide in der Defensivarbeit. Nach vorne ohne Zug und auffällige Aktion.

          Sami Khedira: Der Mittelfeld-Routinier spielte nur 45 Minuten, um WM-Rhythmus aufzunehmen. Ohne ihn war die defensive Stabilität weg.

          Ilkay Gündogan: Auf der Kroos-Position überfordert. Machte viel zu viele Fehler. Rief sein Potential nicht ab. Weit entfernt von WM-Form.

          Julian Brandt: Der Leverkusener kämpfte um sein WM-Ticket. Hatte das 2:0 auf dem Fuß (20.). Schoss zu unentschlossen bei der zweiten Chance (39.).

          Mit dieser Elf gingen die Deutschen in den WM-Test in Österreich.
          Mit dieser Elf gingen die Deutschen in den WM-Test in Österreich. : Bild: AP

          Mesut Özil: Den Patzer von Torwart Siebenhandl nutzte er eiskalt zum 1:0. Ansonsten tauchte der Spielmacher oft ab. Schwacher Freistoß (64.).

          Leroy Sané: Tempo hat der Youngster. Aber viel zu ungestüm und überhastet. Kein Mannschaftsspieler. Einen Freistoß schoss er drüber (41.).

          Nils Petersen: Der Freiburger Debütant durfte überraschend beginnen. Spielte gut mit. Legte Brandt prächtig auf (20.). Ohne Abschluss.

          Sebastian Rudy: Durfte nach der Pause für Khedira ran, konnte aber nicht für dessen Stabilität sorgen. Klärte immerhin einmal gut im Strafraum.

          Leon Goretzka: Der Neu-Bayer löste den indisponierten Gündogan ab (56.). Versuchte es im Mittelfeld mit Dynamik - erfolglos.

          Timo Werner: Der Leipziger blieb nach seiner Einwechslung als Spitze stumpf.

          Marco Reus: Der Dortmunder feierte ein 23-minütiges Länderspiel-Comeback nach 26 Monaten. Die große Offensivaktion blieb aus.

          Mario Gomez: Der Stuttgarter kam als Joker für Petersen. Haute sich rein. Ein Schuss von ihm wurde abgeblockt. (85.).

          Julian Draxler: Löste Torschütze Özil in der Schlussphase ab, konnte nichts mehr bewirken.

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