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Dichter dran: Moritz Rinke : Nix! Bloß nix Tiefgreifendes!

  • -Aktualisiert am

Tiefgreifende Veränderung? Bloß nicht, schreibt Jogi Löw in einem Brief an sich selbst. Bild: dpa

In seinem Versteck im Hotel Colombi widmet sich Jogi Löw der Aufarbeitung des WM-Aus’ – und kommt mit biblischem Beistand und Rilke zu der Erkenntnis: All you need is Löw.

          3 Min.

          Jogi Löw hatte sich nach der Katastrophe von Kasan fünf Tage in seiner Neubauwohnung in Freiburg versteckt. Während der Achtelfinal-Begegnung Brasilien–Mexiko, die der Bundestrainer wahnhaft, ja, verblendet für die Begegnung Brasilien– DEUTSCHLAND hielt, hatte ihn seine Frau Daniela plötzlich statt eines Espressos die Wahrheit serviert, indem sie ihn mehrmals laut anschrie: „Des isch nid Deutschland, die Grüne sind MEXIKO, du bisch schon längscht ausgschiede, wach uff, tritt zurück!“. „Nein, nein“, hatte Jogi entgegnet und wollte vor dem Fernseher noch einmal Gomez einwechseln. Danach schmiss ihn Daniela aus der Wohnung, er solle mal durch die Straßen von Freiburg laufen, da würden ihm die Leute schon sagen, was in Kasan passiert ist. Jogi Löw flüchtete sich ins Hotel Colombi, wo er sich unter dem Erdgeschoss in den Umkleidekabinen des Schwimmbads versteckte. Dort, sich im Spiegel der Umkleide betrachtend, verfasste er seinen fünften Brief, diesmal an sich selbst.

          Lieber Jogi,

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