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Fußball-Nationalmannschaft : Hübsch und gar nicht effektiv

Echte Torgefahr ging von ihm nicht aus: Havertz (links, gegen Stones) Bild: picture alliance/dpa

Reichlich Chancen, wieder nur ein Tor: Auch beim 1:1 gegen England zeigt sich der Flaschenhals im deutschen Fußball-Nationalteam. Die Gefahren sind offensichtlich.

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          Der Wert tauchte in keiner offiziellen Statistik auf. Aber auffällig war es schon, wie sich Thomas Müllers Redezeit am Dienstagabend verteilte. Circa 50 Prozent Nationalmannschaft und 50 Prozent Robert Lewandowski dürften es gewesen sein, als er die Interviewzone der Münchner Arena verließ. Das lag natürlich nicht an Müller, der antwortete nur launig auf die Fragen, die ihm eben aus Anlass des aktuellen Wechseltheaters um seinen Münchner Kollegen gestellt wurden, und wenn man seine Sätze in einem Wort zusammenfasste, dann schien die Sache Müller in diesem Augenblick einfach: wurscht.

          Nations League
          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Über deutsche Stürmer wurde hingegen deutlich weniger geredet am Dienstagabend. Das war einerseits ein gutes Zeichen, denn das bedeutete zumindest, dass Timo Werner oder Leroy Sané keinen weiteren unglücklichen Auftritt hatten; sie kamen diesmal nur als Einwechselspieler zum Zuge. Andererseits bedeutete es eben auch, dass die Angreifer wieder kein Faktor waren beim 1:1 gegen England. Wie auch schon beim 1:1 in Italien drei Tage vorher. Oder beim 1:1 im März in den Niederlanden – zumindest, wenn man ebenjenen Müller, der in Amsterdam das Tor erzielte, nicht im engsten Sinn als Angreifer sieht.

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