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Deutsches Remis gegen Spanien : Flick reagiert auf den letzten Drücker

Mehr Achter als Sechser: Leon Goretzka (links) und Joshua Kimmich Bild: picture alliance / Matthias Koch

Der Bundestrainer verknüpft gegen Spanien seine Hoffnungen mit einem neuen Mittelfeld-Dreieck – das jedoch kaum Akzente zu setzen vermag. Erst als er es wieder auflöst, fällt das erlösende Tor zum 1:1.

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          Vielleicht hat sich Hansi Flick vor dem Spiel gegen Spanien ein Video aus dem September 2021 angesehen. In seinem dritten Spiel als Bundestrainer setzte er in der WM-Qualifikation in Island schon auf die Idee, die seine Nationalmannschaft nun in der WM-Vorrunde in Qatar wenigstens mit Verspätung inspirieren sollte. Er stellte sein Mittelfeld aus drei Spielern zusammen, die sonst sehr selten Seite an Seite in der ersten deutschen Elf standen: Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Ilkay Gündogan. Als Flick damals Goretzka in der 80. Minute auswechselte, stand es 4:0. Und auch wenn die WM-Qualifikation natürlich nicht die WM und Island natürlich nicht Spanien ist, durfte man immerhin hoffen: Mit diesem Mittelfeld-Dreieck müsste doch wieder was möglich sein, oder?

          Christopher Meltzer
          Sportkorrespondent in München.

          An diesem Sonntag mussten Flick und seine Spieler so oder so hoffen. Die erste Hoffnung setzte dann sogar ein. Die Japaner, die Deutschland am ersten Spieltag der Gruppe E geschlagen hatten, patzten plötzlich gegen Costa Rica (0:1). So hatte später das deutsche 1:1 gegen Spanien noch nicht das fast sichere nächste WM-Vorrunden-Aus als Folge. Doch mit Blick auf die zweite Hoffnung, das neue deutsche Mittelfeld, musste man später feststellen, dass sie im al-Bayt-Stadium nie mehr wurde, als sie war: eine Hoffnung.

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