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Deutsche Einzelkritik : Müller erzwingt Eigentor – Neuer nicht gefordert

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Eigentor? Egal! Thomas Müller freute sich über das 2:0. Bild: dpa

Deutschland zeigt sich gegen Saudi-Arabien nicht von seiner besten Seite. Beim 2:1 gibt es aber doch einige Lichtblicke, vor allem in der Defensive. Im Mittelpunkt steht aber ungewollt ein Einwechselspieler.

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          Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in ihrem letzten Testspiel vor der Abreise zur Weltmeisterschaft in Russland einen Pflichtsieg verbucht. Neun Tage vor dem ersten WM-Gruppenspiel gegen Mexiko konnte das Team von Bundestrainer Joachim Löw am Freitagabend beim 2:1 (2:0) gegen WM-Außenseiter Saudi-Arabien in Leverkusen aber nur streckenweise überzeugen.

          Fußball-Länderspiele

          Manuel Neuer: Szenenapplaus für Jonglieren am Ball (19.). Auch als Libero im Einsatz (21.). Im zweiten Spiel nach Comeback nicht gefordert.

          Joshua Kimmich: Super Vorarbeit vorm 1:0, auch am zweiten Tor beteiligt. Nach schlechtem Österreich-Test mit vielen gute Offensivszenen.

          Jerome Boateng: Nach sechs Wochen Pause ein dankbarer Gegner fürs WM-Warmup. Am Feintuning muss er arbeiten, lange Bälle kamen schon wieder an.

          Mats Hummels: Stark im Aufbau, verhinderte defensiv Großchance (35.). Mit der Abwehrarbeit der Mannschaft war er sichtbar nicht einverstanden.

          Jonas Hector: Nutzte seine Räume kaum für Impulse. Legte nach der Pause für Draxler auf. Riesenfehlpass (82.). Der Kölner muss sich steigern.

          Sami Khedira: Dynamisch und spritzig im 75. Länderspiel. Ein Schuss ging knapp vorbei, nach Reus-Flanke traf er volley den Pfosten (37.). Nach seinem Zweikampf gab’s Elfmeter (83.).

          Toni Kroos: Umsichtiger Ballverteiler und Taktgeber. Die Standards haben noch nicht WM-Präzision. Gut im Duett mit Khedira, defensiv zu lasch.

          Thomas Müller: Zunächst mit großer Streuung, dann entscheidend am Eigentor zum 2:0 beteiligt. Scheiterte mehrmals am guten Saudi-Keeper.

          Julian Draxler: Brachte vom linken Flügel viele gute Ideen ins Spiel. Beim Schuss fehlte nicht viel zum 3:0 (50.). Zündete noch nicht ganz.

          Marco Reus: War der erhoffte Spielbeschleuniger. Legte stark bei Führung auf Werner ab, traf selbst den Pfosten (11.). Kann WM-Trumpf werden.

          Werner: Bei seinem achten Länderspieltor eiskalt im Abschluss. Mit viel Tempo und Spielfreude in der Spitze. Harmoniert glänzend mit Reus.

          Marc-Andre ter Stegen: Die Nummer zwei für die WM glänzte mit pariertem Elfmeter, beim Nachschuss allein gelassen. Wie Neuer ein guter Spieleröffner.

          Niklas Süle: Löste Boateng nach der Pause im Abwehrzentrum ab, wurde einige Male defensiv gebraucht. Bisweilen ungenau im Aufbauspiel.

          Ilkay Gündogan: Nach der Einwechslung für Reus lautstark mit Pfiffen bedacht, auch bei Ballkontakten. War fast zum 3:0 erfolgreich (59.).

          Mario Gomez: Kam für den früher auch oft ausgepfiffenen und jetzt bejubelten Werner. Arbeitete im 75. Länderspiel viel fürs Team.

          Julian Brandt: Wurde in der Schlussviertelstunde für Müller gebracht. Im Heim-Länderspiel hätte der Leverkusener beinahe getroffen (76.).

          Matthias Ginter: Als Backup für den rechten Flügel durfte sich der Gladbacher noch zehn Minuten für die WM warmlaufen.

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