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Deutsche Nationalmannschaft : Bloß keine Selbstzweifel!

6. Spieltag im Wembley Stadion: Deutschlands Kai Havertz (l) feiert mit Teamkameraden sein Tor zum 3:3. Bild: dpa

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist weiterhin fest davon überzeugt, eine gute Rolle bei der WM in Qatar spielen zu können. Das Selbstvertrauen speist sich aber vor allem aus dem Prinzip Hoffnung.

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          Das Schlüsselwort im Vortrag von Thomas Müller lautete: „Confidence“. Damit schien es bestens zum Ort des Geschehens zu passen, aber mit originär englischer Mentalität hatte es nichts zu tun, was Müller nach dem 3:3 im Wembley-Stadion als Botschaft der Zuversicht aussendete. Er war vielmehr bei Carlo Ancelotti und dessen auch in gemeinsamen Münchner Tagen verkörperter Haltung, „nach Dingen, die nicht so gut gelaufen sind, wieder aufzustehen“. So weit, so gut. Müller ging aber noch ein bisschen weiter und versuchte das gegenwärtige Real Madrid des Trainers Ancelotti als Role Model für die Fußball-Nationalmannschaft zu verkaufen. „Da läuft auch nicht immer alles brillant, aber sie behalten den Kopf oben, behalten den Glauben an sich selbst, was sachlich gesehen alternativlos ist.“

          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Auf weitere Details seiner Analogie ging Müller nicht ein, aber falls er damit sagen wollte, dass die Deutschen in Qatar die Konkurrenz ähnlich überrumpeln könnten wie die Madrilenen in der vergangenen Saison der Champions League, ließe sich schon noch das eine oder andere hinzufügen. Dass es leichter ist, an sich zu glauben, wenn man vorne einen Karim Benzema hat, der auch mal aus nichts zwei Tore macht, zum Beispiel. Oder, dass bei Real auch sonst ein paar Kerle rumlaufen, denen man beim Kick auf dem Bolzplatz lieber nicht begegnen möchte.

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