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Superstar als Auslaufmodell : Zum Heulen mit Ronaldo

  • -Aktualisiert am

Superstar-Dämmerung: Cristiano Ronaldo hat seinen Zenit überschritten. Bild: EPA

Cristiano Ronaldo hat den Zeitpunkt für einen würdevollen Abschied verpasst. Der Superstar versucht verzweifelt, sich gegen den Lauf der Zeit zu stemmen. Damit wird er auch für seine Trainer zum Problem.

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          Abschiede sind zum Heulen, das hat die Sportwelt gerade am vergangenen Wochenende erlebt. Als Roger Federer das letzte Tennismatch seiner famosen Profikarriere beendet hatte, blieben nicht viele Augen trocken. Der Schweizer Superstar hinterließ traurige Fans, die seine unvergleichliche Spielweise vermissen werden, gerührte Funktionäre, die den größten Botschafter ihres Sports verloren, und geknickte Konkurrenten, die wie Rafael Nadal keine Krokodilstränen vergossen, sondern wahrhaftig Herz zeigten. Ort und Zeitpunkt waren perfekt.

          Zum Heulen sind manchmal auch Nicht-Abschiede. Also Karrieren, die eigentlich schon gut und glorreich hätten zu Ende gehen können, bei denen jedoch der betreffende Superstar sich einfach nicht zum Schlussmachen durchringen kann: sei es aus Leidenschaft zu seinem Sport, aus Spaß am Kräftemessen mit anderen oder aus Geltungssucht. Zu solch einem Fall entwickelt sich allmählich der 37 Jahre alte Cristiano Ronaldo, dessen Versuche, sich irgendwie gegen den Lauf der Zeit zu stemmen, immer verzweifeltere Züge annehmen.

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