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Brasilien in Zahlen : Mehr als ein 1:0

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203 Millionen Menschen leben in Brasilien - und viele hoffen auf den Titel bei der Fußball-WM 2014 Bild: AFP

203 Millionen Menschen leben in Brasilien. Das Land ist nach Fläche und Bevölkerung das fünftgrößte der Erde. FAZ.NET hat noch viele weitere interessante Zahlen zum WM-Gastgeberland gesammelt.

          Kaum ein Land dieser Erde hat sich in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren so sehr verändert wie Brasilien. 1989 erst fand die erste direkte Wahl eines demokratischen Präsidenten nach Ende der Militärdiktatur statt. In den frühen Neunziger Jahre litt das Land unter extremer Hyperinflation.

          David Klaubert

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Die Preise stiegen so schnell, dass es in den Supermärkten damals Angestellte gab, deren einzige Aufgabe es war, die Etiketten zu ändern. Dem damaligen Finanzminister und späteren Präsidenten Fernando Henrique Cardoso gelang es mit dem „Plano Real“ (nach dem die heutige Währung Brasiliens benannt ist), die Währung zu stabilisieren. Seitdem sind die Lebensumstände der Brasilianer stetig gestiegen. Der Blick auf die Veränderung des Human Development Index (HDI, zu deutsch Index für menschliche Entwicklung) zeigt eindrücklich, wie weit Brasilien heute von dem Land entfernt ist, das es 1991 noch war.

          Brasilien in Zahlen Bilderstrecke

          Die meisten Brasilianer haben – zumindest im moderaten Maße – vom wirtschaftlichen Aufschwung profitiert. Der sogenannten „classe C“, der unteren Mittelschicht, gehört heute über die Hälfte der Gesellschaft an. Die bessere wirtschaftliche Gesamtlage hat natürlich auch negative Auswirkungen: Steigende Preise sind einer der Gründe, aus denen Brasilianer auf die Straße gehen. Hier ein Überblick über ein Land im Wandel.

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          Von diesem Donnerstag an steht Brasilien ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft – auch wenn es manchem nicht gefällt, dass die Regierung zwar offensichtlich Geld für neue Stadien hat, nicht aber für die Modernisierung der Krankenhäuser und das Bildungssystem. Die Spielorte sind über das ganze Land verteilt – auch in Städten wie Manaus, die nicht nur weit im Landesinneren liegen, in denen es tropische Temperaturen gibt, aber kein Fußballteam, das das Stadion später nutzen könnte, rollt in den kommenden vier Wochen der Ball. Die deutsche Mannschaft hat ihr Quartier im Bundesstaat Bahia aufgeschlagen. Zu keinem der Vorrunden-Spielorte fliegt man von dort länger als zwei Stunden.

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