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Bauprobleme vor WM : Blatter: „Armutszeugnis für Brasilien und Fifa“

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Schatten auf der WM in Brasilien: Joseph Blatter (rechts) mit Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff Bild: AFP

Der Ton wird rauer: Fifa-Präsident Blatter kritisiert die WM-Organisatoren in Brasilien scharf. Eine Mitschuld des Weltfußball-Verbandes an Bauverzögerungen weist er aber von sich.

          Knapp viereinhalb Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien hat Fifa-Chef Joseph Blatter die Organisatoren wegen der Bauverzögerungen in mehreren Austragungsorten ungewohnt deutlich kritisiert.

          „Am 31. Mai 2009 bestimmten wir die zwölf Spielstätten - vor fast fünf Jahren. Diese Zeit hätte reichen müssen, um die Infrastruktur bereitzustellen“, schrieb der Präsident des Welt-Fußballverbandes am Freitag im Fifa-Magazin „The Weekly“. Würde ein Stadion nicht rechtzeitig fertig, sei das „ein Armutszeugnis - für Brasilien, aber auch für die Fifa“.

          Eine Mitschuld des Weltfußball-Verbandes wies Blatter von sich. „Die Fifa kann auf Versäumnisse hinweisen. In der Verantwortung steht jedoch das lokale Organisationskomitee.“

          Vor einer Woche hatte das brasilianische WM-OK erstmals offiziell eingeräumt, dass der Bau des WM-Stadions in Curitiba arg im Verzug sei. Am 18. Februar soll entschieden werden, ob die Stadt im Süden des Landes WM-Spielort bleibt. In São Paulo hatte sich die Fertigstellung zudem verzögert, nachdem ein Kran im vergangenen November auf das Dach des Stadions gestürzt war.

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