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Fußball-WM 2026 : Nur drei Zusatzplätze für Europa

  • Aktualisiert am

Pausenclown beim Fifa-Kongress in Bahrain: Maradona kickt mit einheimische Kindern Bild: Reuters

Von der aufgeblasenen Fußball-WM mit 48 Mannschaften profitiert Afrika mit einem fast verdoppelten Kontingent am meisten. Ein anderer Kontinentalverband kann fast geschlossen antreten.

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          Die Zahl der europäischen Teilnehmer bei der ersten Fußball-WM mit 48 Mannschaften im Jahr 2026 wird von zuvor 13 nur um drei auf 16 steigen. Das Fifa-Council mit DFB-Präsident Reinhard Grindel verabschiedete am Dienstag die Verteilung der Startplätze auf die Konföderationen. Demnach werden bei der Weltmeisterschaft in neun Jahren erwartungsgemäß alle Konföderationen mehr Startplätze als bei den bisherigen Weltturnieren mit 32 Teams erhalten. Doch die Zuwachsraten sind unterschiedlich hoch: Afrika verdoppelt seine Teilnehmerzahl beinahe und stellt dann neun Mannschaften statt bisher fünf. Das Kontingent von Asien erhöht sich immerhin von 4,5 auf acht. Nord-/Mittelamerika (zuvor 3,5) wird mit Südamerika (4,5) gleichgestellt. beide Subkontinente dürfen jeweils sechs Vertreter schicken, in der Summe stellt Amerika dann also zwölf Teams. Zudem ist ein ozeanisches Team ab 2026 sicher dabei – bislang gab es nur einen halben Startplatz.

          Die letzten zwei Teilnehmer werden bei einem Playoff-Turnier ermittelt, das im WM-Gastgeberland stattfindet. Daran nehmen alle Konföderationen mit Ausnahme der Europäischen Fußball-Union Uefa teil. Der Startplatz für die Gastgeber wird aus dem Kontingent der jeweiligen Konföderation genommen. Bislang ermitteln Teams aus Asien und Nord-/Mittelamerika sowie Ozeanien und Südamerika in transkontinentalen Playoffs jeweils einen WM-Teilnehmer.

          Noch keine Vergabe an Amerika, Kanada und Mexiko

          Eine sofortige, an Bedingungen geknüpfte Vorvergabe der XXL-WM an die gemeinsamen Bewerber Vereinigte Staaten, Kanada und Mexiko hat das Fifa-Council abgelehnt. Andere Kandidaten sollen weitere drei Monate Zeit für eine mögliche Kandidatur bekommen, entschied die Regierung des Fußball-Weltverbands. Darüber muss noch der Kongress am Donnerstag abschließend entscheiden.

          Das Amerika-Trio hatte beantragt, dass der Kongress das Bewerbungsverfahren noch weiter beschleunigt. So wollten die drei schon in Bahrain den Zuschlag erhalten, so dass sie nur noch zu einem späteren Zeitpunkt die Erfüllung von technischen Voraussetzungen hätten nachweisen müssen. Nun kann auch ein anderer Anwärter sein Interesse bekunden. Allerdings ist derzeit kein weiterer Kandidat für die von 32 auf 48 Teams ausgeweitete Weltmeisterschaft in Sicht. Verbände aus Europa und Asien sind wegen der WM 2018 in Russland und 2022 in Qatar ausgeschlossen.

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