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Togo beim 0:2 chancenlos : Achtelfinale: Frankreich atmet auf

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Geschafft! Frankreich steht im Achtelfinale Bild: REUTERS

Frankreich steht bei der Fußball-WM im Achtelfinale. Der Titelträger von 1998 gewann gegen Togo 2:0 und trifft als Zweiter der Vorrundengruppe G hinter der Schweiz in der ersten K.o.-Runde am Dienstag auf Spanien. Vieira und Henry sorgten vor 45.000 Zuschauern für die Tore der „Équipe tricolore“.

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          Dank Geburtstagskind Patrick Vieira hat Frankreich ein WM-Fiasko wie vor vier Jahren verhindert und doch noch die K.o.-Runde der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Beim 2:0 (0:0) gegen Togo feierten die Franzosen in Köln ihren ersten WM-Sieg seit dem Final-Triumph vom 12. Juli 1998 und sicherten sich als Zweiter der Gruppe G hinter der Schweiz das Ticket für das Achtelfinale. Gegner dort ist am Dienstag in Hannover Spanien (Siehe auch: 2:0 gegen Südkorea - Schweiz als Erster weiter).

          Vor 45.000 Zuschauern trafen der am Freitag 30 Jahre alt gewordene Vieira (53.) und Thierry Henry (61.) für die „Equipe Tricolore“, die ohne den an seinem 34. Geburtstag gesperrt fehlenden Zinedine Zidane wie befreit wirkte, aber auch in ihrem dritten Turnierspiel noch nicht wie ein Titelkandidat auftrat. Als Glücksgriff erwies sich die Maßnahme von Trainer Raymond Domenech, die Offensive zu verstärken. Um gegen den bereits gescheiterten WM-Neuling die dringend benötigten Tore zu schießen, hatte der Coach Volkes Stimme erhört und „Einzelkämpfer“ Henry in David Trezeguet endlich einen Angriffs-Partner zur Seite gestellt. Dies machte sich bezahlt, denn das erstmals seit November 2003 gemeinsam im Nationaltrikot wirbelnde Duo sorgte ständig für Gefahr vor dem Tor des Gegners.

          Antreiber Ribery

          „Es war mühsam, aber wir hatten uns durch die zwei Unentschieden selbst in diese Schwierigkeit gebracht. Es steckt viel Potential in unserer Mannschaft. Ich hoffe, daß uns die Qualifikation für das Achtelfinale freigemacht hat“, sagte Vieira. Auch der in der Heimat umstrittene Trainer Raymond Domenech war glücklich: „Wir sind alle erleichtert. Es war aber erst die erste Etappe, da können wir noch nicht zufrieden sein. Gegen Spanien wird es ein super Match.“

          Geschafft! Frankreich steht im Achtelfinale Bilderstrecke

          Dahinter deutete der ungemein bewegliche Franck Ribery unter den Augen von Michael Platini an, daß er in der Schaltzentrale der „Blauen“ einmal in Zidanes Fußstapfen treten könnte. Doch Pech und Unvermögen im Abschluß brachten den Favoriten um die bis zur Pause eigentlich längst verdiente Führung. Vor allem Trezeguet, der in den ersten 22 Minuten vier klare Chancen ausließ, und Florent Malouda versäumten es, die Nerven ihrer Mitspieler und der rund 15.000 französischen Anhänger im Stadion zu beruhigen.

          Alles, was sonst aufs Tor kam, wurde eine Beute des überragenden Kossi Agassa in Togos Tor. Während die Abwehr um Lilian Thuram, der mit seinem 117. Einsatz zum französischen Rekordnationalspieler aufstieg, ihre Gegenspieler meist sicher im Griff hatte, mühte sich die Abteilung Attacke auch im zweiten Durchgang zunächst vergeblich.

          Togo mit achtbarem Abschied

          Erst nachdem in der 53. Minute der von Henry glänzend freigespielte Ribery frei vor dem Tor kläglich versagt hatte, ließ der überragende Vieira in seinem 90. Länderspiel die „Grande Nation“ aufatmen. Auf Paß von Ribery traf der Ersatz-Kapitän aus der Drehung ins Schwarze. Acht Minuten später war Vieira mit seiner Kopfballvorlage auch Wegbereiter des zweiten Turnier-Tores von Henry. Donnernder Applaus begleitete Vieira bei seiner Auswechslung neun Minuten vor Spielende in die Kabine. In der Schlußphase verpaßten die Franzosen weitere gute Chancen und einen noch höheren Erfolg.

          Nach den schier endlosen Querelen um WM-Prämien erfüllte sich für Togo wenigstens der Wunsch nach einem Abschied mit Abstand. Bei der Rückkehr in seine Geburtsstadt konnte Trainer Otto Pfister vor allem mit seiner Defensive zufrieden sein. Als die Afrikaner ihren Respekt abgelegt hatten, brachten sie bei ihren Kontern Fabien Barthez einige Male in Bedrängnis.

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