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Gutes Omen für DFB-Elf : Nur eine WM-Niederlage gegen Argentinien

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Nach dem bislang letzten WM-Duell gegen Argentinien: Lothar Matthäus mit dem Pokal Bild: picture-alliance / dpa

Zum fünften Mal trifft Deutschland bei einer WM am kommenden Freitag auf Argentinien. 1986 und 1990 trafen sich beide sogar im Finale. In Mexiko gewannen die Gauchos, vier Jahre später wurde die DFB-Elf mit Jürgen Klinsmann Weltmeister.

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          Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet am Freitag im Viertelfinale in Berlin ihr fünftes WM-Duell gegen Argentinien. Gleich zwei Mal standen sich beide Teams in einem Finale gegenüber: 1986 in Mexiko-Stadt setzte sich Argentinien mit 3:2 durch, vier Jahre später in Rom gelang der deutschen Mannschaft bei ihrem dritten WM-Triumph mit 1:0 die Revanche. Zwei deutschen Siegen steht eine Niederlage gegenüber, ein Spiel endete unentschieden. Vielleicht ein gutes Omen: Am 8. Juli 1990 war Jürgen Klinsmann mit von der Partie, als die deutsche Mannschaft gegen Argentinien ihren dritten Weltmeister-Titel errang.

          1958 in Schweden (Vorrunde/3:1): Noch vier Weltmeister von Bern standen in jener Elf, die am 8. Juni 1958 in Malmö im ersten Länderspiel überhaupt gegen die Südamerikaner den Grundstein zum Einzug ins Viertelfinale legten. Der 21 Jahre alte Hamburger Uwe Seeler feierte sein WM-Debüt und brachte Sepp Herbergers Mannschaft in der 40. Minute 2:1 in Führung. Zuvor hatte Helmut Rahn (32.) die argentinische Führung durch Omar Corbatta (2.) ausgeglichen. In einer von der „Albiceleste“ überaus ruppig geführten Partie sorgte Rahn (79.) mit seinem zweiten Tor für den Endstand.

          1966 in England (Vorrunde/0:0): Von häßlichen Fouls geprägt war auch das zweite WM-Duell am 16. Juli 1966 in Birmingham. Der schwache jugoslawische Schiedsrichter Zecevic verlor rasch den Überblick und reagierte erst mit einem Platzverweis, als der deutschstämmige Jose Rafael Albrecht in der 65. Minute Wolfgang Webers Sturmlauf brutal stoppte. Ganze vier Minuten dauerte es, bis der Sünder den Platz verließ. Die später erst im Finale von England gestoppte Mannschaft von Helmut Schön beklagte nach dieser Partie zahlreiche angeschlagene Spieler.

          1986 in Mexiko (Finale/2:3): Im Finale der 13. Weltmeisterschaft galt die spielstarke Elf um Diego Maradona als klarer Favorit, die deutsche Mannschaft setzte am 29. Juni 1986 im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt Willen und Moral dagegen. Binnen acht Minuten schafften Karl-Heinz Rummenigge (74.) und Rudi Völler (82.) das schier Unmögliche und glichen Argentiniens Führung durch Jose Luis Brown (23.) und Jorge Valdano (55.) aus. Ein Paß von Maradona auf den 3:2-Schützen Jorge Burruchaga (84.) riß die DFB-Elf dann aber aus allen Titelträumen. Einen schwarzen Tag erwischt hatte Toni Schumacher, der bei zwei Gegentoren patzte.

          Das goldene Tor von Rom: Andreas Brehme verwandelt den Elfmeter zum 1:0
          Das goldene Tor von Rom: Andreas Brehme verwandelt den Elfmeter zum 1:0 : Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

          1990 in Italien (Finale/1:0): Unter umgekehrten Vorzeichen trafen sich beide Mannschaften am 8. Juli 1990 in Rom im WM-Finale wieder. Während Maradonas Stern bereits zu sinken begann, hatte Franz Beckenbauers Elf unter der Regie eines Lothar Matthäus in Weltklasseform begeisternden Fußball geboten. Mit totaler Defensive dämmten die Argentinier den deutschen Sturmlauf erfolgreich ein - bis zur 85. Minute. Dann entschied der mexikanische Schiedsrichter Arturo Codesal nach einem Zweikampf zwischen Nestor Sensini und Völler auf Elfmeter. Andreas Brehme vollstreckte zum Siegtor.

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