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Einzelkritik : Lehmann super - Klose gebremst

  • Aktualisiert am

Beim Tor von Del Piero bleibt Lehmann chanchenlos Bild: REUTERS

Trotz der Niederlage im Halbfinale hat die deutsche Mannschaft eine gute Leistung gezeigt. Lehmann rettete mehrmals überragend, bis er bei den Gegentoren chancenlos war. Klose kam nicht zu seinen Chancen. Die deutschen Nationalspieler in der Einzelkritik.

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          Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik:

          Lehmann: Die zwei gehaltenen „Elfer“ gegen Argentinien machten ihn noch stärker: Sicher gegen Totti (4.), mehrmals super u.a. gegen Toni (16.) und Perrotta (85.). Bei den Gegentoren jedoch machtlos.

          Friedrich: Kämpfte sich über gewonnene 1:1-Duelle ins Spiel - und zeigte mehr Selbstbewußtsein als bisher im Turnier. Ein paar Wackler nach vorn, aber wesentlich stabiler. Zumindest bis zur 119. Minute.

          Mertesacker: Der beste Zweikämpfer des Turniers stellte sich den italienischen Pässen wirkungsvoll in den Weg, auch im Luftkampf nicht auszuspielen. Am Ende wurde er dafür aber nicht belohnt.

          Metzelder: Wirkte in seinem Wohnzimmer ruhig und abgeklärt. Paßte mehrmals gut auf wie gegen Grosso (31.). Robust und wenn nötig auch hart gegen Alleinsturm Toni (Gelb). Am Ende kam auch er zu spät.

          Lahm: Kam schwer ins Spiel, war dieses Mal mehr in der Defensive gebunden. Zunächst einige Probleme mit dem starken Camoranesi, doch mit viel „Gift“ gewann er dann Zweikämpfe. Zum Schluß mit K.o.

          Schneider: Begann zurückhaltend, steigerte sich aber zusehends. Starke Offensivszenen: Hätte aus 14 Meter sein zweites Länderspieltor machen müssen (34.). Verbissen in Zweikämpfen, verlagerte das Spiel.

          Ballack: Teilte sich dieses Mal die Kräfte besser ein, auch wenn ihm die letzte Spritzigkeit fehlte. Doch der Kapitän rackerte und trieb an, setzte im Zweikampf Zeichen. Vergab beste Freistoßchance (82.).

          Kehl: Der Frings-Ersatz war von Beginn an im Spiel, nach nur 25 Minuten Turnier-Praxis war der Dortmunder der Stärkste. Lief Bälle ab, grätschte und schaltete schnell um. Zuletzt schwanden die Kräfte.

          Borowski: Ersetzte Schweinsteiger in der Startelf - und das mit Wirkung. Viele Ballkontakte, gute Pässe und aggressiv in der Defensive. Baute nach der Pause aber ab und ging raus (73.).

          Klose: Wieder auffälliger als im Viertelfinale, bot sich schon im Mittelfeld als Anspielstation an, sicherte den Ball. Drängte nur selten in den Strafraum (49.). Ein Tor gelang ihm aber nicht.

          Podolski: Unheimlich engagiert, mit großem Laufpensum - wenn auch nicht effektiv genug. Verlor gegen die robusten Italiener viele Zweikämpfe, gab nie auf. Beste Siegchancen (105., 112.) vergeben.

          Schweinsteiger: Diesmal als Joker nach 73 Minuten: Versuchte sofort das Dribbling, blieb jedoch an der starken Azzurri-Abwehr hängen. Schwache Standards - der Münchner konnte nichts mehr bewegen.

          Odonkor: Sieben Minuten vor dem Ende kam der Sprinter in die Partie, kämpfte zunächst mit der eigenen Nervosität, dann mutiger. Flankte mal gefährlich, mal hinters Tor. Probleme im Umschalten nach hinten.

          Neuville: Der Matchwinner gegen Polen kam im Halbfinale im selben Stadion in der Nachspielzeit. Störte die letzten, verzweifelten Aktionen des Gegners früh, war aber nicht wirkungsvoll genug.

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