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Das war Deutschland 2006 : Die Fußball-WM von A bis Z

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A wie ... Ausrichter 2010, mit deutscher Amtshilfe? Bild: dpa

Ergebnisse im Fußball werden üblicherweise in Zahlen ausgedrückt. Man kann es aber auch in Buchstaben versuchen. Das war Deutschland 2006. Die Fußball-WM von A bis Z. Ein Fazit von FAZ.NET.

          3 Min.

          Ergebnisse im Fußball werden üblicherweise in Zahlen ausgedrückt. Man kann es aber auch in Buchstaben versuchen. Die Fußball-WM 2006 von A bis Z. Ein Fazit von FAZ.NET.

          A wie Afrika, Süd: Will, soll die WM 2010 ausrichten. Erste Zweifel tauchen auf, ob die das schaffen. Also, wir hätten nichts dagegen, in vier Jahren einzuspringen, oder?

          B wie Beckenbauer, Franz: Der Allgegenwärtige. Im TV, im Stadion, in der Luft. Morgens, mittags, abends. Der Mann auf den Fotos seiner Hochzeit soll tatsächlich auch er sein.

          C wie Cufre, Leandro: Bislang unbekannter argentinischer Kung-Fu-Kämpfer. Angeblich versehentlich für das WM-Aufgebot der Fußballer nominiert. Technischer K.o. gegen Deutschland.

          B wie ... Ohne Brille und Hubschrauber hätte man ihn kaum erkannt

          D wie Deutschland: Alle gut drauf, alle so zuvorkommend, so freundlich. Gibt's die Pille dafür auf Rezept? Wir sind Deutschland. Aber wie lange noch? Der nächste Beamte wartet schon.

          E wie Elfmeter: Englands früherer Rugby-Nationalcoach (WM-Sieg 93) schlägt vor, nach jedem Premier-League-Spiel ein Elfmeterschießen zum Üben anzusetzen!?! Gute Idee, aber nehmt den Torwart raus!

          F wie Fifa: Ernennt Torschützen, die gar nicht am Ball waren. Will, daß Trainer ihre Taktik verraten, um den Schiedsrichtern zu helfen. Hallo! Erde an Raumschiff! Hallo! Wir verlieren Euch!

          G wie Gäste: Wir waren gute Gastgeber. Und was ist der Dank? Von ein paar Ausnahmen mal abgesehen, haben wir Fußball gesehen, der so prickelnd war wie fünf Tage alter Prosecco.

          H wie Holländer: Wie immer verläßliche Lieferanten von aktuellen Texten zum Absingen bekannten deutschen Liedguts („Ohne Holland ...“). Nur das mit dem WM-Rasen haben sie vermasselt.

          I wie Italien: Klinsmann wechselt Neuville, Odonkor und Schweinsteiger ein. Lippi schickt Iaquinta, Gilardino und Del Piero raus - mal ganz ehrlich: das klingt nicht nur besser.

          J wie Juventus: Italienische Skandal-Nudel, aber trotzdem erfolgreichster Klub bei der WM. Acht Spieler im Finale. Hoffentlich haben die alle schön ihre Arbeitslosenbeiträge bezahlt.

          K wie Klinsmann: Vorbild für alle, die ständig über Reformen reden und dann doch nichts hinbekommen. Ein Ziel setzen, alles dafür tun, um es zu erreichen, und die Menschen überzeugen. Geht doch.

          L wie Lutscher: Von wegen Lutscher! Hat der „Tattoo“ Frings dem Julio Cruz eine tätowiert! Jetzt muß er noch eine Rap-CD aufnehmen, dann kann uns Eminem gestohlen bleiben. Yo.

          M wie Maradona: Die fleischgewordene Telenovela. Soll jetzt neuer Nationaltrainer Argentiniens werden. Ja klar, und Ottfried Fischer wird Nachfolger von Jürgen Klinsmann.

          N wie Nationalmannschaft: Neuerdings die beliebteste Boygroup Deutschlands, wohl noch vor dieser japanischen Herberge. Gottseidank singen die „Klinsis“ nicht. Die Mädels kreischen ja auch so.

          O wie Olli: Ganz starker Abgang, gerade noch rechtzeitig: Denn viel hat ja nicht mehr gefehlt, und Kahn und Lehmann hätten ihre Verlobung bekanntgeben müssen.

          P wie Politiker: Irgendwie wird man ja den Verdacht nicht los, daß am Montagabend in den Tagesthemen jemand von CDUCSUSPD erzählt, man habe in den letzten vier Wochen ... . Oh, oh!

          Q wie Quoten: Fußball im Fernsehen - Marktanteile, die an Abstimmungsergebnisse der SED erinnern. Demnächst live vor jedem Länderspiel: Ball einfetten, aufpumpen, Linien kalken.

          R wie Ronaldo: Drei WM-Treffer, löste damit Gerd Müller als WM-Rekordtorschütze ab. (Kalorien-)“Bomber der Nation“. Angeblich neuer Repräsentant für „Weight Watchers Brazil“.

          S wie Serben und Montenegriner: Standen beim 0:6 gegen die Argentinier nicht überflüssig im Weg rum und leisteten so einen wertvollen Beitrag zu einem spektakulären Schützenfest. Super!

          T wie Togowabohu: Streik, Prämienpoker, Trainer flüchtet, Trainer kommt zurück, Prämienpoker, Streikandrohung, Machtpoker im Verband. Fußball haben sie angeblich auch noch gespielt.

          U wie Unparteiische: Mal ehrlich, sie waren nicht schlecht. Nerven aber, weil sie keine Fehler zugeben können. Deshalb Lob an Mr. Poll: Hat sich verzählt und pfeift nun auf sich - respect!

          V wie Viewing, Public: „Wildfremde Menschen haben in der Fanmeile zusammen gefeiert. Was dabei herauskommt, werden wir in einigen Fällen in neun Monaten erfahren“ (sagt Franz Beckenbauer).

          W wie WAGS: „Wives and girlfriends“. Kampftrinker-Vereinigung, nur weibliche Mitglieder. Auch geübt im Vernichten von Bankguthaben. Untergruppe der englischen Nationalmannschaft.

          X wie Xavi: Einer der spanischer Tor-eros. Ließ erst den König vor dem Fernseher tanzen und zeigte sich dann traditionsbewußt: Wie immer ein früher Abgang des ewigen Geh-heim-Favoriten. Ole!

          Y wie Yaya Toure: Zeigte mit der Elfenbeinküste schönen Fußball. Vergaß leider, daß man verliert, wann man hinten mehr Tore reinbekommt als man vorne schießt.

          Z wie Zahl: Nur mal ne Frage zur Berliner Fanmeile. Die war 2,5 Kilometer lang und 30 Meter breit. Macht 75.000 Quadratmeter. Wie um alles in der Welt passen da mehr als 500.000 Menschen drauf?

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